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Energiemanagementsysteme

Mit Energiemanagementsystemen die Energiewende in der Praxis beherrschen

| Autor / Redakteur: Dr. Gerd Streubel / Anke Geipel-Kern

Der Einsatz eines Energiemanagementsystems kann den ökologischen Fingerabdruck der Prozessindustrie verbessern.
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Der Einsatz eines Energiemanagementsystems kann den ökologischen Fingerabdruck der Prozessindustrie verbessern. (Bild: Tüv Süd)

Zukunftsfähig sein heißt, heute schon eine Antwort auf die Energiefragen von Morgen zu haben. Leistungsfähige Energiemanagementsysteme spielen dabei eine wichtige Rolle. Unternehmen, die eine umfassende Klimastrategie verfolgen, nutzen das Know-how von TÜV SÜD.

Für kaum eine andere Branche ist das Energiemanagement so wichtig, wie für die Prozessindustrie. Ursachen sind der hohe Energiekostenanteil an der Produktion und sich drastisch verändernde Rahmenbedingungen durch den Umbau der Energiesys-teme. Allein die chemische Industrie rechnet 2011 infolge der Erneuerbaren Energiengesetz (EEG)-Abgabe mit Zusatzaufwendungen von rund 320 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Das heißt vor allem eins: Die Anlagenprozesse müssen immer differenzierter analysiert und versteckte Ineffizienzen diagnostiziert werden. Deshalb sind Energiemanagementsysteme (EnMS) ein wertvolles Instrument. Ab 2013 werden EnMS für energieintensive Unternehmen nötig, wollen sie von Steuerermäßigungen profitieren. Voraussetzung: das EnMS muss von unabhängiger Stelle zertifiziert sein.

Wieviel Energieeffizienz geht noch?

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Basisfunktion jedes EnMS ist der Überblick über die im Betrieb verwendeten Systeme. Es wird nicht nur zur Bedarfsoptimierung eingesetzt, sondern auch zum Erfassen von Energiebezug und -bedarf und für die Energiebilanz. Enorme Datenmengen werden daher über die energierelevanten Prozesse gebündelt und in geeigneter Form verarbeitet und dokumentiert. Gleichzeitig wird die Grundlage geschaffen, um Treibhausgasemissionen aktiv zu vermeiden. Der Erfolgsdruck ist hoch. Wie sieht ein Energiemanagement aus, das auch eine wichtige Rolle innerhalb der unternehmenseigenen Klimastrategie spielt?

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Alle Einsparpotenziale lokalisieren

Die Praxis zeigt, dass die höchsten Einsparungen durch ein abgestimmtes Gesamtkonzept zu erzielen sind. Über 60 Prozent der in der deutschen Industrie verwandten Energie entfallen auf die Erzeugung von Prozesswärme, gut 20 Prozent auf die mechanische Energie und knapp zehn Prozent auf das Beheizen von Räumen.

Eine Strategie zur Verbesserung der Energieeffizienz ist zwar immer dann besonders wirkungsvoll, wenn der Verbrauch gar nicht erst entsteht. Doch auch die Addition einzelner Sparmaßnahmen bringt den Erfolg. So ermöglichen Wärmerückgewinnung aus Abluft und Abwässern oder die Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung hohe Effizienzgewinne. Einsparpotenziale bieten aber auch bereits das Beheben kleinster Leckagen im Druckluftnetz oder besser de-finierte Drehzahlbereiche für Motoren.

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