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Wasseraufbereitung

Membranverfahren in der Wasserwirtschaft

| Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Bittermann / Dr. Jörg Kempf

Envopur-Ultrafiltrationsanlage zum Recycling von Enteisungsmitteln am Flughafen München
Envopur-Ultrafiltrationsanlage zum Recycling von Enteisungsmitteln am Flughafen München (Bild: Envirochemie)

In der Wasseraufbereitung sind Membranverfahren (die Mikro-, Ultra- und Nanofiltration sowie die Umkehrosmose) schon lange etabliert. Sie gelten als Schlüsseltechnologien für das Recycling von Prozesswasser und die Wertstoffrückgewinnung. Die Perspektiven sind gut, wie ein Blick in die Branche zeigt.

Membranen sind Bestandteil jeder Zelle und damit allen Lebens. Entsprechend vielgestaltig sind sie denn auch – in ihrer Zusammensetzung, ihrer Gestalt und Funktionen. Auch bei Membranen für technische Anwendungen sei die Natur der große Lehrmeister, betont der Membran-Spezialist Fumatech (und offenbart damit eine sympathisch philosophische Seite). Für die Wasseraufbereitung in der Getränkeindustrie offeriert das Unternehmen beispielsweise sanitisierbare Umkehrosmose- und Nanofiltrationsanlagen. Für die Sterilfiltration von Trinkwasser sind es Ultrafiltrationsanlagen in Cross-flow- oder Dead-end-Betriebsweise. Zur Abtrennung von Nitrat aus Grundwasser kommen Elektrodialyseanlagen zum Einsatz. Kurz: Der Anbieter beherrscht die ganze Bandbreite der Membranverfahren.

Das gilt auch für das Unternehmen Envirochemie: Membrananlagen der Baureihe Envopur eignen sich zur Behandlung von Industrieabwasser mittels Umkehrosmose, Mikrofiltration, Ultrafiltration, Nanofiltration und Membranbiologie. Typische Aufgabenstellungen für den Einsatz sind die Brauchwasseraufbereitung, das Wasserrecycling, die Konzentration von Wertstoffen, das Spülwasserrecycling, die kontinuierliche Badpflege, selektive Stofftrennungen sowie die Abwasserbehandlung.

In beiden Fällen sind das gute Wettbewerbsvoraussetzungen, wie die Processnet-Fachgruppe meint: Unter dem Titel „Trends und Perspektiven in der industriellen Wassertechnik“ hat sie ein Positionspapier veröffentlicht. Demnach spielt die Membranreinigung schon heute als physikalisches Trennverfahren mit niedrigem Energieverbrauch eine wichtige Rolle bei der Wasseraufbereitung und Abwasserreinigung.

Aktuell werden polymere Membranen erfolgreich zur Aufbereitung von großen Trink- und Abwasserströmen herangezogen. Dabei kommen vorzugsweise Wickelmodule in der Querstromfiltration und getauchte Membranen als Membranbioreaktoren (MBR) zum Einsatz. Über Polymermembranen können nicht nur suspendierte Stoffe und Keime, sondern auch gelöste Salze und niedermolekulare Moleküle abgetrennt werden. Gelinge eine deutliche Kostensenkung bei der Produktion keramischer Membranen, werde sich ihre Verbreitung deutlich erhöhen, schätzen die Processnet-Experten.

Verschiedene Praxisbeispiele folgen auf der folgenden Seite.

Ergänzendes zum Thema
 
Süß-Salzwasser-Mix dient der Energiegewinnung

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