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Quartalsbericht

Lanxess mit leichtem Umsatzrückgang im zweiten Quartal

| Redakteur: Alexander Stark

Lanxess hat die schwächer werdende Nachfrage der Automobilindustrie bisher gut verkraftet. Trotz der einknickenden Konjunktur und geopolitischen Unwägbarkeiten sieht sich der Spezialchemie-Konzern auf Kurs und blickt auf ein stabiles zweites Quartal zurück. Das Ebitda vor Sondereinflüssen sank dementsprechend nur leicht um 1,4 % auf 286 Millionen Euro und erreichte damit fast den Wert des starken Vorjahresquartals von 290 Millionen Euro.

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Lanxess hat im zweiten Quartal wieder gute Ergebnisse abgeliefert und seine Prognose für das Gesamtjahr bestätigt, gibt der Vorstand bekannt.
Lanxess hat im zweiten Quartal wieder gute Ergebnisse abgeliefert und seine Prognose für das Gesamtjahr bestätigt, gibt der Vorstand bekannt.
(Bild: Lanxess)

Köln – Insbesondere aufgrund der schwachen Nachfrage aus der Automobilindustrie sanken die Absatzmengen in den Segmenten Engineering Materials und Specialty Additives von Lanxess. Darüber hinaus drückte ein schwaches Chromerz-Geschäft auf das Ergebnis. Das stabile Portfolio des Konzerns sowie vorteilhafte Wechselkurseffekte, vor allem aus dem starken Dollar, konnten diese Entwicklung jedoch nahezu ausgleichen. Die Ebitda-Marge vor Sondereinflüssen blieb stabil bei 15,8 % nach 15,9 % im Vorjahresquartal. Der Vorstandsvorsitzende Matthias Zachert führt die Ergebnisse auf die strategische Neuausrichtung und stabilere Aufstellung zurück. Gleichzeitig bestätigte er die Prognose für das Gesamtjahr 2019.

Der Spezialchemie-Konzern erwartet für das Gesamtjahr 2019 ein Ebidta vor Sondereinflüssen zwischen 1,000 Milliarden Euro und 1,050 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte das Unternehmen ein Ergebnis von 1,016 Milliarden Euro erreicht. Der Konzern geht davon aus, dass das Ergebnis im dritten Quartal leicht schwächer und im vierten Quartal etwas besser als im Vorjahr ausfallen wird.

Der Konzernumsatz lag im zweiten Quartal 2019 mit 1,810 Milliarden Euro um 1,0 % unter dem Vorjahreswert von 1,829 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis stieg um 3,1 % von 97 Millionen Euro auf 100 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie stieg aufgrund der geringeren durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien mit 8,6 % überproportional von 1,05 Euro auf 1,14 Euro. Das Unternehmen hat seinen Aktienrückkauf mit einem Volumen von knapp 200 Millionen Euro am 12. Juni 2019 abgeschlossen. Die Aktien wurden am 9. Juli wie geplant eingezogen.

Trotz der weiterhin schwachen Nachfrage aus dem Agromarkt blieb das Segment Advanced Intermediates im zweiten Quartal operativ stark. Maßgeblich dafür waren laut Unternehmensangaben die anhaltend positive Entwicklung des Geschäftsbereichs Advanced Industrial Intermediates und ein gutes Projektgeschäft bei Saltigo. Die Entwicklung der Wechselkurse wirkte sich zusätzlich positiv aus. Der Umsatz lag mit 561 Millionen Euro um 2,7 % über dem Vorjahreswert von 546 Millionen Euro. Das Ebitda vor Sondereinflüssen stieg deutlich um 10,3 % von 97 Millionen Euro auf 107 Millionen Euro. Die Ebitda-Marge vor Sondereinflüssen erhöhte sich von 17,8 % auf 19,1 %.

Auch das Segment Specialty Additives entwickelte sich im zweiten Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahr stabil. Die Beendigung ertragsschwacher Lohnfertigungsverträge sowie die schwächere Nachfrage aus der Automobilindustrie, insbesondere im Geschäftsbereich Rhein Chemie, führten zu geringeren Absatzmengen. Der Umsatz lag mit 506 Millionen Euro dennoch auf Vorjahresniveau (508 Millionen Euro), da vorteilhafte Wechselkurseffekte und gestiegene Preise diese Entwicklung nahezu ausglichen. Das Ebitda vor Sondereinflüssen sank leicht um 2,2 % auf 89 Millionen Euro nach 91 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Die Ebitda-Marge vor Sondereinflüssen lag mit 17,6 % fast auf dem Vorjahresniveau von 17,9 %.

Im Segment Performance Chemicals sorgte das ausgewogene Portfolio für Stabilität. Insbesondere die operative Stärke der Geschäftsbereiche mit Wasseraufbereitungs- und Materialschutzprodukten sowie positive Wechselkurseffekte glichen das schwache Chromerzgeschäft im Geschäftsbereich Leather aus. Der Umsatz blieb mit 356 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr stabil. Das Ebitda vor Sondereinflüssen stieg um 3,4 % auf 60 Millionen Euro nach 58 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Mit Ausnahme von Leather trugen alle Geschäftsbereiche des Segments zur Ergebnisverbesserung bei. Die Ebitda-Marge vor Sondereinflüssen stieg entsprechend von 16,3 % auf 16,9 %.

Im Segment Engineering Materials belastete die nachlassende Nachfrage aus der Automobilindustrie Umsatz und Ergebnis. Das konnten auch positive Wechselkurseffekte nicht ausgleichen. Der Umsatz lag bei 365 Millionen Euro und war damit um 8,5 % niedriger als der starke Vorjahreswert von 399 Millionen Euro. Das Ebitda vor Sondereinflüssen sank um 19,8 % auf 65 Millionen Euro nach 81 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Die Ebitda-Marge erreichte nach 20,3 % im Vorjahr nun einen Wert von 17,8 % und lag damit nach wie vor auf einem guten Niveau.

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