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Inoenaustauscheranlage

Lanxess eröffnet Ionenaustauscheranlage in Indien und geht auf Expansionskurs

| Redakteur: Gerd Kielburger

Indien rollt der Chemiebranche gerade den roten Teppich aus und lockt mit Wachstum und interessanten Ansiedlungskonzepten. Lanxess folgt dem Lockruf und investiert kräftig. Jüngster Streich ist die Eröffnung eines hochmodernen Werks für Ionenaustauscher.

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Der Spezialchemie-Konzern Lanxess hat in Jhagadia eine Anlage für Ionenaustauscher eröffnet. Der Standort im Bundesstaat Gujarat gelegen, wird zukünftig der größte Produktionsstandort für das Unternehmen in Indien. Die neue Rubber Chemicals-Anlage wurde bereits in Betrieb genommen. (Bild: Lanxess)
Der Spezialchemie-Konzern Lanxess hat in Jhagadia eine Anlage für Ionenaustauscher eröffnet. Der Standort im Bundesstaat Gujarat gelegen, wird zukünftig der größte Produktionsstandort für das Unternehmen in Indien. Die neue Rubber Chemicals-Anlage wurde bereits in Betrieb genommen. (Bild: Lanxess)

Das einstige „Aschenputtel Asiens“, wie es der deutsche Buchautor Oliver Müller trefflich in seinem Werk `Wirtschaftsmacht Indien` beschreibt, hat es in den vergangenen 20 Jahren „von einer rückständigen Agrargesellschaft zur stolzen Prinzessin mit reicher Mitgift in den Ballsaal der Globalisierung geschafft”. Keine Frage: Der indische Subkontinent boomt und viele global agierende Chemiekonzerne wollen an diesem Wachstum partizipieren.

Für Spezialchemiehersteller Lanxess hat sich Indien mit seinen 1,3 Milliarden Menschen und seiner konsumhungrigen Mittelschicht bereits zum zweitstärksten Wachstumsmarkt Asiens entwickelt. Angesichts günstiger Wachstumsprognosen kündigte Lanxess-Konzernchef Axel C. Heitmann unlängst an, in den kommenden fünf Jahren das Ausbautempo auf dem Subkontinent weiter zu beschleunigen.

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Moderne Anlage in Indien

Seit Lanxess im Juni 2009 die Akquisition des börsennotierten indischen Unternehmens Gwalior Chemical Industries Ltd. bekannt gab, ist der Konzern im Boomland Indien deutlich auf Expansionskurs. Bereits jetzt produziert man unter Führung von Dr. Jörg Straßburger an drei indischen Standorten: Nagda, Tamil Nadu und Jhagadia. Vorerst letzter Höhepunkt war die Eröffnung einer der modernsten Ionenaustauscheranlagen Asiens mit einer Kapazität von 35000 m³ Anfang Dezember vergangenen Jahres in Jhagadia.

Zuvor hatte das Unternehmen im Mai 2008 seine Produktion der Business Unit Ion Exchange Resins in Birmingham, US-Bundesstaat New Jersey geschlossen, mit der Argumentation, dieser Standort sei mit den dort eingeschränkten Produktionsfähigkeiten nur bedingt für den sich rasant wandelnden Ionenaustauscher-Markt der Zukunft geeignet. Den US-Standort hatte die 100-prozentige Tochtergesellschaft Lanxess Sybron Chemicals betrieben. Inzwischen stellen rund 200 Mitarbeiter im Chemiepark Jhagadia im indischen Bundesstaat Gujarat Produkte zur industriellen Wasseraufbereitung für die Halbleiter- und Pharmaindustrie sowie für die Nahrungsmittel- und Energiebranche für ganz Asien her.

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