Kaum zu erwarten, dass bei den nachhaltig hohen Wachstumsraten in Indien damit die Endstufe für den Wunschstandort Jhagadia schon erreicht sein könnte.„Hier stimmt einfach die Chemie zwischen uns, den politischen Entscheidungsträgern und der Administration”, erklärt ein Mitarbeiter vor Ort. „Am Standort Jhagadia ist langfristig die Ansiedlung von Chemie und anderen Prozessindustrien ausdrücklich erwünscht“, betont der oberste politische Führer des Bundesstaates Gujarat, Chief Minister Narendra Modi, in seiner Ansprache zur Eröffnung der Ionentauscheranlage. Und da die Rahmenbedingungen stimmen, hat sich Gujarat in den letzten zehn Jahren zu einem atttraktiven Platz für Industrieansiedlungen und damit eines der Wachstumszentren Indiens entwickelt.
Der prosperierende Bundessstaat verfügt neben einem für die Chemieindustrie unverzichtbarem Gasnetz auch über eine für indische Verhältnisse ausgezeichnete und stabile Stromerzeugung. Stromschwankungen oder gar -ausfälle, wie sie in anderen Regionen des Landes immer wieder mal vorkommen, kennt man hier nicht. „Gujarat hat die Vibration“, erklärt Politführer Modi seine Ansiedlungsstrategie.
Was er damit meint, ist der unbedingte Aufbauwille mit einer konsequenten Optimierung des von ihm geführten Bundesstaates mit Hinblick auf den infrastrukturellen Ausbau unterschiedlicher Industrieansparten sowie Bildung für breite Bevölkerungsgruppen. Bei Lanxess zeigt man sich von der Strategie jedenfalls überzeugt: Nicht zuletzt deswegen hat sich Jhagadia in einem Auswahlverfahren gegen das Hightech-Zentrum Singapur aber auch Standorte in China durchgesetzt. Für Lanxess-Chef Heitmann ist der Start in Jhagadia ein wichtiger Meilenstein, um die hochgesteckten Umsatzerwartungen in Asien erreichen zu können.
Michael Zobel, Leiter der Business Unit Ion Exchange Resin, gilt dabei als der Lanxess-Visionär für den Ausbau der Ionenaustauscher-Kapazitäten. Zobel sieht mit dem Produkt hervorragende Wachstumsperspektiven nicht nur bei der Reinigung von Arsenverseuchten Grund- und Trinkwässern, sondern auch in der Lebensmittelindustrie, der Herstellung Ultra reiner Wässer für die Pharma- und Industrieproduktion aber auch als wertvollen Beitrag für deutlich sauberere Abbauprozesse sowie in der Weiterverarbeitung von Bodenschätzen. Und Indien sowie die Märkte in Asien bietet hierfür beste Absatzchancen. Darüber hinaus spielen die Produkte zur Wasseraufbereitung im Lanxess-Portfolio eine wichtige Rolle – um sich international weiter als Green Company zu positionieren.