Ionenaustauscheranlage

Lanxess eröffnet Ionenaustauscheranlage in Indien und geht auf Expansionskurs

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Das neue Werk, das unter Anleitung erfahrener deutscher Chemiker und Ingenieure wie Dr. Günter Stolp und Uwe Tegtmeier bis Mitte 2012 seine Produktion voll hochgefahren haben soll, wurde auf einem insgesamt 30000 Quadratmeter großen Areal von bis zu 1800 Arbeitern errichtet. In dem rund 40 Meter hohen Produktionsgebäude wurden auf fünf Geschossen in neun Millionen Arbeitsstunden rund 5000 Tonnen Stahl und 400 Kilometer elektrische Kabel verbaut. Als Main Engineering Contractor zeichnete dabei Uhde India verantwortlich.

Die Ionenautauscherharz-Anlage gilt als modernste ihrer Art in ganz Asien. „Wir setzen hier auch neue Maßstäbe hinsichtlich nachhaltiger Produktion“, erklärt Uwe Tegtmeier als Head of Engineering des Projekts gegenüber PROCESS. „Insgesamt wurden rund 20 Prozent der gesamten Baukosten für Nachhaltigkeitsprojekte aufgewendet“, ergänzt der zuständige Projektleiter und Global Head of Production, Dr. Michael Pies. Die Abwässer werden in einer separaten Lanxess-eigenen Kläranlage vorgereinigt, bevor sie in das Abwassersystem des Chemieparks eingeleitet werden.

Massiv wurde nach Aussagen der Verantwortlichen auch in umweltschonende Energieerzeugung investiert. Für das eigene Kraftwerk nutzt man eine nach neuestem Standard mit Erdgas betriebene CoGen-Anlage (Kraft-Wärme-Kopplungsanlage). Mit der neuen Produktionsanlage, die jährlich 20000 Kubikmeter voll ausschöpfen soll, erhöht das Unternehmen seine Produktionskapazität und senkt die Produktionskosten pro Einheit.

Spielraum für Erweiterungen ist da

Mit der Eröffnung wurde bereits die zweite Ausbauphase in Jhagadia erfolgreich abgeschlossen. Bereits im März vergangenen Jahres wurde im Rahmen der ersten Projektphase ein Werk zur Produktion von Kautschukchemikalien in Betrieb genommen, nachdem die Anlage von Thane im Bundesstaat Maharashtra umgesiedelt worden war. Insgesamt hat das Unternehmen bis dato rund 50 Millionen Euro in den Standort investiert.

Konzernchef Heitmann zeigt sich sichtlich enthusiastisch über die Entwicklung in Indien und den Chancen, die sich aus dem neuen Standort Jhagadia für ganz Asien ergeben. Kein Wunder, bietet das neue Werk mit seiner modernen Infrastruktur eines kleinen aber feinen Chemiewerks doch genügend Spielraum, um perspektivisch weitere Anlagen anbinden zu können. Schon in 2012 soll die nächste Ausbaustufe folgen. Dann wird die Produktion von Hightech-Kunststoffen des Geschäftsbereiches Semi-Crysatlline Products (SCP) mit einer Kapazität von 20000 Jahrestonnen und einem Invest von etwa zehn Millionen Euro an den Start gehen.

Lesen Sie weiter auf Seite 3

(ID:24756570)