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Jahresprognose bestätigt Lanxess-Chef Zachert: „Stellenstreichungen derzeit kein Thema“

| Redakteur: MA Alexander Stark

Der Firmenchef des Spezialchemiekonzerns Lanxess bekräftigte in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom Dienstag die im Mai abgegebene Jahresprognose. „Wir haben ein Auftragsbuch von zwei Monaten und damit eine gewisse Klarheit“, sagte Matthias Zachert der Tageszeitung. Außerdem seien Stellenstreichungen derzeit kein Thema, so der Manager.

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Lanxess-Chef Mathias Zachert bestätigte die im Mai abgegebene Jahresprognose für 2020.
Lanxess-Chef Mathias Zachert bestätigte die im Mai abgegebene Jahresprognose für 2020.
(Bild: Thorsten Martin)

Köln – In seiner im Mai abgegebenen Jahresprognose ging Lanxess davon aus, dass sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie im zweiten und dritten Quartal verstärken werden. Auf Basis der verfügbaren Informationen erwartete der Konzern für das zweite Quartal ein Ebitda vor Sondereinflüssen zwischen 200 Millionen Euro und 250 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2020 ging das Unternehmen von einem Ebitda vor Sondereinflüssen zwischen 800 Millionen Euro und 900 Millionen Euro aus.

Diese Prognose bestätigte Matthias Zachert am Dienstag gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Es gebe gegenwärtig keinen Grund, sie zu hinterfragen. Das Jahr sei aber noch lang und Corona habe schon viele Überraschungen gebracht, so Zachert.

Besonders die durch die Corona-Krise weiter geschwächte Nachfrage aus der Automobilindustrie belastete das Ergebnis, vor allem im Segment Engineering Materials. Das Ebitda vor Sondereinflüssen sank hier im ersten Quartal 2020 um 9,9 % von 272 Millionen Euro auf 245 Millionen Euro. Die Ebitda-Marge vor Sondereinflüssen lag bei 14,4 % nach 15,7 % im Vorjahr. Der Konzernumsatz lag im ersten Quartal 2020 mit 1,704 Milliarden Euro nur leicht unter dem Wert des Vorjahresquartals von 1,738 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft sank um 27,6 % von 87 Millionen Euro auf 63 Millionen Euro. In diesem Geschäftsbereich rechnet Zachert kurzfristig nur mit einer allmählichen Erholung. „Es wird noch bis 2023/2024 dauern, bis man wieder auf dem Niveau von 2018 ist“, sagte er.

Stellenstreichungen seien derzeit aber kein Thema. Wenn das Geschäft längerfristig und tiefergehend beeinträchtigt werde, müsse man aber sicher neu denken.

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