Materialien für LFP-Batterien Neues Labor: Lanxess stärkt Batteriekompetenz

Quelle: Lanxess 1 min Lesedauer

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Wie sich Rohstoffe auf die Leistung von LFP-Batterien auswirken, untersucht Lanxess in einem neuen Labor in Krefeld-Uerdingen. Tests direkt in Batteriezellen sollen die Entwicklung geeigneter Eisenoxid- und Eisenphosphat-Materialien beschleunigen.

Im Batterielabor prüft Lanxess den Einfluss von Eisenoxid- und Eisenphosphat-Qualitäten in LFP-Materialien direkt in Batteriezellen und schafft so eine fundierte Basis für die Bewertung ihrer Leistungsfähigkeit.(Bild:  Lanxess)
Im Batterielabor prüft Lanxess den Einfluss von Eisenoxid- und Eisenphosphat-Qualitäten in LFP-Materialien direkt in Batteriezellen und schafft so eine fundierte Basis für die Bewertung ihrer Leistungsfähigkeit.
(Bild: Lanxess)

Der Spezialchemiekonzern Lanxess baut sein Geschäft mit Materialien für Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) weiter aus. Am Standort Krefeld-Uerdingen hat das Unternehmen ein neues Batterielabor in Betrieb genommen. Dort werden Batteriematerialien auf Basis von Eisenoxid und Eisenphosphat getestet und entwickelt.

Mit dem neuen Labor ist es möglich, die Materialeigenschaften der Produkte direkt in Batteriezellen zu prüfen. So lässt sich schneller bewerten, wie sich Eisenoxid- und Eisenphosphat-Qualitäten auf Zellleistung, Prozessierbarkeit und Anwendungseignung auswirken. Die technische Ausstattung des Labors ist auch für andere Batterietypen geeignet, etwa für Natrium-Ionen-Batterien, bei denen Natrium-Eisen-Pyrophosphat als Kathodenmaterial eingesetzt wird.

„Für Zellhersteller zählt heute nicht nur, ob ein Rohstoff verfügbar ist. Entscheidend ist, wie zuverlässig er sich verarbeiten lässt und welchen Beitrag er zur Zellleistung leistet“, sagt Murat Gürsoy, Innovationsleiter für Eisenoxide und Eisenphosphat bei Lanxess. „Genau an dieser Schnittstelle setzt unser Labor an: Wir bringen Materialentwicklung und Zelltest näher zusammen. Dadurch sehen wir früher, ob ein Material im realen Zellaufbau funktioniert.“

LFP-Markt wächst dynamisch

Der Markt für Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) wächst weltweit mit hoher Dynamik. In China sind bereits in über drei Viertel aller E-Autos LFP-Akkus verbaut, für Europa rechnet die Unternehmensberatung Roland Berger bis 2030 mit einem Marktanteil von 50 % gegenüber 10 % heute.

Neben Elektrofahrzeugen treiben insbesondere stationäre Energiespeicher für erneuerbare Energien, Rechenzentren und kritische Infrastrukturen die Nachfrage nach LFP-Materialien. Zugleich entstehen in Europa und Nordamerika neue Wertschöpfungsketten, um die Abhängigkeit von asiatischen Lieferanten zu verringern.

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