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Nachhaltige Methanolproduktion Konsortium will „Power-to-Methanol“-Demonstrationsanlage im Hafen Antwerpen errichten

| Redakteur: Alexander Stark

Auf dem Weg zu einem nachhaltigen und emissionsarmen Kreislaufwirtschaftshafen ist Antwerpen einen weiteren wichtigen Schritt vorwärts beim Übergang zu alternativen Energiequellen gegangen. In dieser Woche haben sieben Partner ein Konsortium für die umweltverträgliche Produktion von Methanol gegründet, einen Hauptrohstoff für die Industrie im Hafen.

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Ein Konsortium plant den Bau einer „Power-to-Methanol“-Demonstrationsanlage im Hafen Antwerpen.
Ein Konsortium plant den Bau einer „Power-to-Methanol“-Demonstrationsanlage im Hafen Antwerpen.
(Bild: Inovyn )

Antwerpen/Belgien– Bis 2022 soll mit dem Bau einer „Power-to-Methanol“-Demonstrationsanlage am Inovyn-Standort in Antwerpen begonnen werden. Ein Konsortium bestehend aus dem Energieversorger Engie, dem Fernleitungsbetreiber Fluxys, der Entsorgungsgruppe Indaver, dem Chemieunternehmen Inovyn, dem Logistikdienstleister Oiltanking, dem Hafen Antwerpen und der Investitionsgesellschaft der flämischen Regierung PMV haben nun eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Ziel ist es, jährlich 8 kt nachhaltiges Methanol zu produzieren und so mindestens eine ebenso große Menge an CO2-Emissionen zu vermeiden.

Methanol ist ein bedeutender und vielseitig verwendbarer Rohstoff für die chemische Industrie, mit zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten auch in anderen Industriezweigen. Für den täglichen Betrieb des Hafens Antwerpen als größtem integrierten Energie- und Chemiecluster Europas ist dieser Schlüsselrohstoff unverzichtbar. Bisher wird das Methanol aus fossilen Rohstoffen gewonnen. Im Rahmen des „Power-to-Methanol"-Projektes soll es künftig durch nachhaltig produziertes Methanol ersetzt werden, das aus abgeschiedenem CO2 und nachhaltig erzeugtem Wasserstoff hergestellt wird – eine Premiere für Belgien. Das Kohlendioxid wird mittels Carbon Capture and Utilisation (CCU) aus CO2-Emissionen abgetrennt und mit Wasserstoff zusammengeführt, der auf der Basis von grünem Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt wird.

Starkes Konsortium aus internationalen Akteuren und der flämischen Regierung

Das in dieser Woche formell gegründete Konsortium firmiert unter dem Namen „Power to Methanol Antwerp BV“. In einer ersten Phase werden die Partner des Konsortiums eine weitere gemeinsame Machbarkeitsstudie zur Vorbereitung der Demonstrationsanlage fertigstellen.

Jeder Partner bringt eigenes Fachwissen in das Projekt ein. So verfügt Engie über das Know-how im Strommarkt, Oiltanking berät bei den logistischen Aspekten der Methanolproduktion und -lagerung und Indaver liefert die Expertise zur CO2-Abscheidung. Fluxys steuert seine Infrastrukturerfahrung und spezifisches Fachwissen im Hinblick auf die Zertifizierung von Öko-Gasen bei. Die flämische Umweltholding (Vlaamse Milieu Holding) wird einen Teil der Finanzierung aufbringen und der Hafen Antwerpen fungiert als Bindeglied zwischen den privaten Unternehmen und der belgischen Regierung. Inovyn, eine Tochtergesellschaft des Chemiekonzerns Ineos, stellt den Standort für die Demonstrationsanlage zur Verfügung und trägt mit der Lieferung von Wasserstoff sowie seinem Know-how im Bereich Chemie und Elektrolyse zum Projekt bei.

Demonstrationsanlage kann rund 8 kt CO2-Emissionen einsparen

Im Jahr 2022 soll die Demonstrationsanlage auf dem Inovyn-Gelände in Lillo errichtet und noch im selben Jahr in Betrieb genommen werden. Ihre Produktionskapazität wird bei bis zu 8 kt nachhaltigem Methanol liegen. In weiterer Zukunft könnten größere Mengen auch für eine breitere industrielle Nutzung zur Verfügung gestellt werden, unter anderem als nachhaltiger Kraftstoff für den Schiffs- und Straßengüterverkehr. Mit jeder produzierten Tonne Methanol würde eine mindestens ebenso hohe Menge an CO2-Emissionen eingespart.

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