90 % weniger CO2-Emissionen Konsortium plant weltweit ersten elektrisch beheizten Steamcracker-Ofen

Redakteur: Alexander Stark

Ein Konsortium bestehend aus BASF, Sabic und Linde hat eine Vereinbarung zur Entwicklung und Pilotierung von elektrisch beheizten Steamcracker-Öfen unterzeichnet. Die Partner haben bereits gemeinsam an Konzepten gearbeitet, um die im Heizprozess eingesetzten fossilen Brennstoffe durch erneuerbaren Strom zu ersetzen.

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Steamcracker am BASF-Standort Ludwigshafen
Steamcracker am BASF-Standort Ludwigshafen
(Bild: BASF)

Ludwigshafen – Mit einem innovativen Ansatz für das Steamcracken, einen der Kernprozesse der petrochemischen Industrie, wollen die drei Branchenriesen BASF, Linde und Sabic eine klimaschonendere Lösung anbieten.

Steamcracker spielen eine zentrale Rolle bei der Herstellung von Basischemikalien. Sie benötigen große Mengen Energie, um Kohlenwasserstoffe in Olefine und Aromaten aufzuspalten. Diese Reaktion findet in speziellen Öfen bei Temperaturen von etwa 850 °C statt. Normalerweise werden diese Temperaturen durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe erreicht. Das Projekt verfolgt das Ziel, diesen Prozess künftig durch den Einsatz von Strom zu beheizen und so die CO2-Emissionen zu reduzieren. Bei der Nutzung von Strom aus erneuerbaren Quellen, hat die neue Technologie das Potenzial, die CO2-Emissionen um bis zu 90 % zu reduzieren.

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Neben langjähriger Erfahrung und Kenntnissen im Betreiben von Steamcrackern haben BASF und Sabic ihr Fachwissen und geistiges Eigentum auf dem Gebiet der Entwicklung chemischer Prozesse gebündelt, während Linde spezielle Expertise und geistiges Eigentum im Bereich der Entwicklung und dem Bau von Steamcracker-Öfen beigesteuert hat. Darüber hinaus soll Linde die industrieweite Vermarktung vorantreiben.

Die Partner haben Fördermittel beim EU-Innovationsfonds und im Förderprogramm Dekarbonisierung in der Industrie (neues Programm des deutschen Bundesumweltministeriums) beantragt. Die Parteien prüfen den Bau einer Multi-Megawatt-Demonstrationsanlage am BASF-Standort Ludwigshafen, die vorbehaltlich einer positiven Entscheidung über eine Förderung bereits 2023 in Betrieb genommen werden könnte.

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