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Turnkey-Projekt

Klassiersiebung und Abfüllanlage auf engstem Raum kombiniert

| Autor / Redakteur: Christian Wernicke, Waldemar Gischa / Tobias Hüser

Die granulatförmigen Produkte fließen von der Langhubsiebmaschine direkt in die Abfüllanlage, die gleichzeitig fünf Fässer befüllen kann..
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Die granulatförmigen Produkte fließen von der Langhubsiebmaschine direkt in die Abfüllanlage, die gleichzeitig fünf Fässer befüllen kann.. (Bild: J. Engelsmann)

Auf engstem Raum eine Klassiersiebung mit einer nachgelagerten Abfüllanlage koppeln, die nicht nur fünf Fässer gleichzeitig befüllen kann, sondern wahlweise auch für Big Bags konzipiert ist. Die Konstrukteure von J. Engelsmann packten dieses Turnkey-Projekt an und bauten eine Anlage, die nahezu staubfrei arbeitet und von einer einzelnen Person bedient werden kann.

Um die Klassiersiebung von kugelförmigen oder extrudierten Produkten mit einer Abfüllanlage zu kombinieren, suchte ein Hersteller von granulatförmigen Produkten nach einer passenden Anlagenlösung. Die Herausforderung erschwerte sich zusätzlich durch die Anzahl der zu befüllenden Gebinde: Die universelle Andockstation sollte vier oder fünf Fässer gleichzeitig auf einer Palette befüllen, aber auch für die Einzelabfüllung von Big Bags ausgelegt sein.

Eine weitere Vorgabe richtete sich direkt an die Fässer: Diese mussten in verschiedenen Höhen verwendet und während des laufenden Siebvorganges gewechselt werden können. Um die Gesundheit der Mitarbeiter nicht zu beeinträchtigen, sollte das System staubarm arbeiten. Darüber hinaus forderten die beengten Raumverhältnisse in dem Produktionsbetrieb von der Anlage den geringstmöglichen Flächenbedarf. Summa summarum eine komplexe Aufgabenstellung, mit der sich die Projektverantwortlichen von J. Engelsmann auseinandersetzen mussten.

Über eine Langhubsiebmaschine direkt ins Fass

Für die Siebaufgabe setzten die Konstrukteure auf eine Langhubsiebmaschine des Typs Freischwinger, die zur Grob- und Feinabsiebung des Granulat-Produkts dient, da nur das mittlere Kornspektrum von 1,5 bis 4,0 mm als Gutware für den Verkauf in Frage kommt. Das ausgesiebte Fein- und Überkorn wird über Fallrohre in voneinander getrennte Fässer geleitet, die sich unter der Siebmaschine befinden. Ein Füllstandsmelder signalisiert rechtzeitig, wenn ein Fass vollständig befüllt ist. Ein doppelter Drehantrieb ermöglicht es, vier oder fünf Fässer gleichzeitig auf einer Palette abzufüllen. Hierfür ist der Befüllkopf in gekröpfter Ausführung mit zwei elektrischen Schwenkantrieben ausgestattet, die unabhängig voneinander angetrieben und angesteuert werden.

Das Gutkorn fließt in eine unter der Siebmaschine angebrachte 500 l fassende Vorlage bzw. einen Pufferbehälter und wird dort gesammelt, bis ein zu befüllendes Gebinde an die Abfüllwaage angeschlossen wird. Der Vorlagebehälter ist mit einem Maximal-Melder ausgestattet, um eine Überfüllung auszuschließen. Bei der Big-Bag-Befüllung wird der Einlaufstutzen über das Befüllrohr gezogen und die Blähmanschette betätigt. Eine Ausformungsvorrichtung sorgt für eine vollständige Befüllung des leeren Big Bag, indem der Inliner des Big Bag vor der Befüllung mit einem Gebläse ausgeweitet wird.

Die Befüllung erfolgt zunächst im Grobstrom. Kurz vor dem Erreichen des Sollgewichts wird die Dosierrinne in den Feinstrom geschaltet. Bei Erreichen des Sollgewichts wird die Dosierrinne angehalten und die Dosierklappe geschlossen, um ein Nachrieseln des Granulats zu vermeiden. Die Verwiegung der verkaufsfertigen Gebinde erfolgt über eine eichfähige Abfüllwaage.

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