Retrofit in der Abfüllanlage Sieben Sekunden für die Palettierung waren gestern
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Von sieben auf vier Sekunden pro Gebindegruppe: STO verpasst seiner Abfüllstraße 5 ein Retrofit. In der Palettierung arbeiten nun zwei Roboter parallel, statt sich gegenseitig auszubremsen. So wird aus einer soliden Linie eine schnelle.
Wenn eine Produktionslinie über viele Jahre robust und zuverlässig läuft, kommt irgendwann der Moment, an dem selbst ein bewährtes System ein technisches Update verdient. Genau so ging es der Abfüllstraße 5: Jahrelang im Einsatz, solide gebaut − aber nicht auf dem Niveau moderner Automatisierung. Also entschied STO, der Linie eine gezielte Modernisierung zu gönnen. Die Mission: kein Neubau, sondern ein Retrofit − die Modernisierung der Abfüllung, Etikettierung, Vorgruppierung und Palettierung. Der Ansatz bietet Vorteile: geringere Investitionen, keine neuen Fundamente und die Möglichkeit, bewährte Komponenten weiterzuverwenden. Diese Mischung aus Effizienz und Vernunft passte ideal zu den Zielen von STO. Dafür benötigte STO einen Partner, der sich in einer bestehenden Fremdanlage schnell zurechtfindet und die relevanten Prozessschritte weiterentwickeln kann. Weitere Gründe waren die Erfahrung im Gebinde-Handling sowie positive Ergebnisse früherer Projekte. Und da kam Koch ins Spiel. „Koch hat genau dort angesetzt, wo es für unsere Linie am wichtigsten war und uns bei einem zentralen Prozessschritt gezielt nach vorne gebracht“, fasst Thomas Fox, Produktionsleiter von STO, zusammen.
Vom Verstehen zum Beschleunigen: Analyse als Grundlage für die neue Taktzeit
Auch wenn STO die gesamte Abfülllinie modernisieren wollte, lag der gemeinsame Fokus mit Koch ganz klar auf einem entscheidenden Abschnitt: der Stapelung und Palettierung. Genau hier sollte die Leistung hinten raus erheblich gesteigert werden − von bisher rund sieben Sekunden pro Gebindegruppe auf ambitionierte vier Sekunden. Bis dato lief dieser Teil des Prozesses noch mechanisch: Eine Vorrichtung stapelte drei Eimer am Förderband übereinander, erst dann nahm ein Roboter den Dreier-Stapel auf und setzte ihn auf die Palette. Ein System, das zuverlässig funktionierte, aber schlicht zu langsam für die zukünftigen Produktionsziele. Damit Koch eine passende Lösung entwickeln konnte, musste das Team zunächst verstehen, wie genau dieser Teil der Linie arbeitete. Wie genau entsteht der Dreier-Stapel? Wo gehen wertvolle Sekunden verloren? Und vor allem: An welcher Stelle lässt sich die Arbeitsteilung zwischen Vorstapelung und Palettierung so neu strukturieren, dass die gewünschte Taktzeit dauerhaft erreichbar ist?
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