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Kältemaschine vereint Kompressions- und Adsorptionsverfahren Kältemaschine sorgt für Performance und Effizienz

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Der neu entwickelte Hybrid Chiller wird als Revolution in der Kältetechnik angekündigt. Er vereint leistungsstark zwei Verfahren in einem Gerät und arbeitet dabei energieeffizient.

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Die Kältemaschine hinterließ im Fraunhofer-Teststand einen guten Eindruck. Nach eingehender Prüfung bescheinigen die Experten der Anlage eine sehr gute Performance unter realen Bedingungen.
Die Kältemaschine hinterließ im Fraunhofer-Teststand einen guten Eindruck. Nach eingehender Prüfung bescheinigen die Experten der Anlage eine sehr gute Performance unter realen Bedingungen.
(Bild: Riedel Kältetechnik)

Entstanden ist der Hybrid Chiller durch eine Kooperation zwischen Riedel Kältetechnik und Sortech, dem Pionier im Bereich der Adsorptionskältetechnik. Das Gerät verbindet Kompressions- mit Adsorptionstechnik: Eine Kältemaschine arbeitet wie ein Adsorptionsaggregat und nutzt vorhandene Abwärme als Energiequelle. Das zweite Modul, eine Kompressionsanlage, sorgt für effiziente und präzise Kühlung. Schwankungen bei Abwärme- und Umgebungstemperaturen sowie Spitzenlasten werden gezielt durch den Kompressor ausgeglichen. Als Kühlmedium dient ein geschlossener Wasserkreislauf.

Das Fraunhofer Institut bescheinigt beste Leistungswerte. Auch erste Praxistests zeigen, dass das Energieeinsparpotenzial für Unternehmen enorm sein kann. Zahlreiche Förderprogramme machen eine Investition zusätzlich attraktiv.

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Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE hat im Juli 2016 das neue Gerät im Labor getestet. Für Dipl.-Ing. Ivan Malenkovic, Fraunhofer ISE, war der Test eine interessante Herausforderung: „Ich war wirklich gespannt auf den Hybrid Chiller, der mit seiner neuartigen Kombination der Technologien Neuland bedeutet. Darauf mussten wir uns erst mal einstellen. Wir haben dann ein Testumfeld aufgebaut, das möglichst nah an den Vorgaben der Eurovent-Richtlinie ist. In diesem Umfeld haben wir die Effizienz des Gesamtsystems gemessen. Das Ergebnis dieser Messungen liefert eine durchaus vergleichbare Orientierung.“ Nach eingehender Prüfung bescheinigen die Fraunhofer-Experten der Kältemaschine eine sehr gute Performance unter realen Bedingungen. Das belegt der Eseer-Wert von 19,6: der Eseer-Wert (European Seasonal Energy Efficiency Ratio) gibt an, wie effizient ein Kälteaggregat arbeitet. Zum Vergleich: mit einfacher Kompressionskälte sind Leistungszahlen von etwa 3,5 zu erreichen.

Voraussetzung für den Betrieb eines Hybrid Chiller ist eine vorhandene Abwärmequelle mit Temperaturen zwischen 55 und 95 °C. Eine solche Quelle steht z.B. bei Fernwärme, Prozesswärme in der Industrie und Blockheizkraftwerken (BHKW) zur Verfügung.

Förderprogramme unterstützen Investition in neue Kältetechnik

Gerade in der Industrie müssen sich Investitionen in wenigen Monaten rechnen. Die Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene tragen zu einer zügigen Amortisation bei. Die Kältemaschine ist als Gesamtinvestition über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) förderfähig. Betreiber von BHKWs in Verbindung mit einem Hybrid Chiller werden nach dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWK-G) unterstützt. Durch die intelligente Kühltechnik ist ein ganzjähriger Betrieb des BHKW möglich, dies ermöglicht eine ebenso ganzjährige KWK-Förderung. Zusätzlich wird die Nutzung des vor Ort erzeugten Stroms vergolten. So profitieren Unternehmen doppelt vom neuen Gerät: durch bis zu 80 % weniger Stromverbrauch bei der Kühlung und einem schnellen Return on Investment.

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