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ISPE-DACH

Jubiläumskonferenz der ISPE-DACH: Was tun gegen den Kostendruck?

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

20 Jahre ISPE-DACH: Konferenzraum mit Stil im Hamburger Atlantic Kempinski
Bildergalerie: 4 Bilder
20 Jahre ISPE-DACH: Konferenzraum mit Stil im Hamburger Atlantic Kempinski (Bilder: Rolf Sopp)

Welche Rezepte entwickelt die Pharmabranche gegen die stetig steigenden Kosten? Wie begegnen Unternehmen dem wachsenden regulatorischen Druck? Und wie sieht die Produktion von morgen aus? Ernste Themen beim 20jährigen Jubiläum der ISPE-DACH in Hamburg.

Die Welt der Pharmaindustrie hat sich gedreht in den letzten 20 Jahren und zwar schneller, wie es wahrscheinlich die Protagonisten der ersten Stunde bei Gründung der ISPE-Dach 1993 erwartet hätten. So lange ist es nämlich her, seit sich ein paar Pharmaingenieure zusammengesetzt haben und eine deutschsprachige regionale Fachgruppe der ISPE gründeten. Das Ziel damals wie heute: der Erfahrungsaustausch von Experten, die sich mit der pharmazeutischen Produktion beschäftigen.

Mittlerweile ist das Grüppchen auf über 1000 Mitglieder angewachsen und hat nun in Hamburg seinen 20igsten Geburtstag gefeiert: mit Reden und einem Festprogramm, wie es sich für einen runden Geburtstag gehört.

Zahl der Warning Letters steigt

Doch nicht nur die Zahl der Mitglieder ist gestiegen, gewachsen sind auch die Anforderungen an die Pharmaproduktion. Das Dachthema „Regulatorischer Druck und Kostendruck in der Pharmaindustrie: Trends zur Veränderung der Produktionsprozesse“ kommt daher nicht von ungefähr sondern spiegelt eine sich verändernde Welt, die auch vor der erfolgverwöhnten Pharmabranche nicht halt macht.

Substanziell hätten sich die Anforderungen an die Branche geändert, betonte Marcel Staudt, Novartis, der neue Vorsitzende der ISPE-DACH in seiner Begrüßung und hatte dafür auch drei Beispiele parat.

  • Beispiel 1 Patentlücke: Zwischen 2010 und 2015 entfallen Patente, die momentan für einen Umsatz von rund 250 Miliarden US-Dollar stehen. Für die betroffenen Unternehmen bedeute das einen Einbruch der Gesamtumsätze von 75 % und der Originalpräparate um 90 %, sagte Staud.
  • Beispiel 2 Warning Letters: Auch die FDA hat angezogen, seit 2009 ist die Zahl der Warning Letters rasant gestiegen. Die Inspektoren urteilen kritischer und scheuen auch vor drastischen Maßnahmen nicht zurück. Werke werden auch bei schwieriger Versorgungslage geschlossen. Fazit: Die Unternehmen müssen erheblich in die Erneuerung investieren, um cGMP-compliant zu bleiben.
  • Beispiel 3 Patente und Emerging Markets: In den Emerging Markets wächst die Pharmaindustrie überdurchschnittlich und teilweise wird, wie kürzlich in Indien der Patentschutz ausgehebelt. Auch der Druck durch Generika und Fälschungen wird größer. 30 % aller Arzneimittel, die in Afrika in Umlauf sind, seien gefälscht, ergänzte Ulf Schrader von McKinsey & Company.

Aufgegliedert in acht Trends beschäftigten sich die Referenten mit dem, was in den nächste Jahren auf die Produktion zukommt und wie man sich hier künftig aufstellt.

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