Grüne Chemie im Lehrangebot verankert Institut für Chemie der TU Berlin unterzeichnet Green Chemistry Commitment

Redakteur: MA Alexander Stark

Als erste europäische Institution überhaupt unterzeichnete das Institut für Chemie der TU Berlin das Green Chemistry Commitment der internationalen Organisation Beyond Benign. Damit verpflichtet sich die Hochschule, die Grundsätze der grünen Chemie künftig auch im Lehrangebot zu verankern.

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Das Institut für Chemie der TU Berlin unterzeichnet als erste europäische Institution das Green Chemistry Commitment.
Das Institut für Chemie der TU Berlin unterzeichnet als erste europäische Institution das Green Chemistry Commitment.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Berlin – Grüne Chemie steht für das Design von chemischen Produkten, die den Einsatz oder die Erzeugung von gefährlichen Substanzen in der chemischen Industrie reduzieren beziehungsweise vermeiden. Die Organisation Beyond Benign wurde unter anderem von John Warner, einem der Mitbegründer der zwölf Prinzipien der Grünen Chemie sowie Namenspate und Mitglied des Advisory Boards der Chemical Invention Factory (CIF) an der TU Berlin, gegründet. Ziel der internationalen Organisation ist es, Bildungsressourcen für grüne Chemie und nachhaltige Wissenschaft in der Lehre und in der Industrie zu verankern. Dazu arbeitet die Organisation weltweit mit ausgesuchten Partnerinnen zusammen.

Das ebenfalls an der TU Berlin beheimatete Exzellenzcluster Unisyscat (Unifying Systems in Catalysis) hat sich bereits der Erforschung und Implementierung der Grünen Chemie in der Katalyseforschung verschrieben. „Daher war es nur folgerichtig und stärkt die Position der Universität in dem Bereich der Nachhaltigkeit, dass wir uns auch verpflichten, diese Prinzipien noch weiter in der Lehre und Forschung zu verankern“, so Prof. Dr. Arne Thomas, Professor für Funktionsmaterialien der TU Berlin und Leiter des Exzellenzclusters Unisyscat. Mit dieser Selbstverpflichtung, die im Dezember 2020 unterschrieben wurde, erhalten die Chemie-Studentinnen an der TU Berlin nicht nur Zugang zu einem neuen, innovativen Studienangebot, sondern auch Austauschmöglichkeiten mit einem internationalen Netzwerk und dadurch verbesserte Jobchancen.

Damit deckt die TU Berlin drei wesentliche Bereiche einer nachhaltigen Universität im Bereich Chemie ab: In der Forschung nicht zuletzt durch das Exzellenzcluster Unisyscat, in der Lehre durch das Green Chemistry Commitment und in dem Bereich Transfer durch die Chemical Invention Factory auf dem Campus Charlottenburg. Eine Initiative, die das Ziel verfolgt, Vorgründungsteams und Start-ups aus dem Bereich der grünen Chemie auf ihrem Weg in den Markt zu unterstützen, sowohl mit geeigneten Laboren und Zugang zu neuester Forschungs-Infrastruktur als auch mit einem Netzwerk an Mentorinnen, Coaches, Industrieunternehmen und erfahrenen Gründerinnen.

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