Wasserstoff-Tankstellen Immer schön Cool bleiben: Wasserstoff-Tankstellen benötigen präzise Kühlung

Von Dominik Stephan

Pack den H2-Tiger in den Tank: Wenn Wasserstoff LKWs, Busse, Züge oder Autos antreiben soll, braucht es natürlich auch Wasserstoff-Tankstellen. Und auch, wenn diese von außen kaum von herkömmlichen Tanken zu unterscheiden sind, braucht es eine speziell auf die Anforderungen des leichten Gases abgestimmte Technik. Dazu gehören geeignete Kühlanlagen – Immerhin wird Wasserstoff bei -40 ° C getankt.

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Wasserstofftankstelle mit Kühlung durch Lauda Geräte
Wasserstofftankstelle mit Kühlung durch Lauda Geräte
(Bild: © Samuel Moraud - HRS)

Die Herstellung und Nutzung von grünem Wasserstoff zählt zu den Schlüsseltechnologien einer erfolgreichen Energiewende – Kein Wunder, das Kühltechnologiespezialisten wie Lauda ihre Aktivitäten im Bereich Wasserstofftechnologie verstärkt vorantreiben, um Kunden dringend benötigte Temperier-Expertise zur Verfügung zu stellen und einen aktiven Beitrag zum Thema Umweltschutz zu leiten. So haben die Temperier-Experten aus Königshofen einen Großauftrag im Bereich der Wasserstofftechnologie erhalten, bei dem sie für einen französischen Hersteller von Wasserstofftankstellen rund 20 Prozesskühlanlagen bereitstellen. Diese sollen in Wasserstoff-Tankstellen in ganz Europa eingesetzt werden und das Kühlen des Gases auf -40 ° C – als Teil der Applikation übernehmen.

Bis Juni will Lauda die entsprechenden industriellen Prozesskühlanlagen des Typs SUK 350 sowie industrielle Umlaufkühler der Gerätelinie Ultracool nach Frankreich liefern. Die Prozesskühlanlagen werden dabei eingesetzt, um den unter hohem Druck in den Fahrzeugtank gepumpten Wasserstoff mit einer kurzfristigen hohen Kälteleistung abzukühlen. Die Technologie erreicht dabei eine Peak-Kühlleistung von 40 kW bei -40 ° C und wurde speziell für den Einsatz in Wasserstofftankstellen konzipiert. Die ebenfalls speziell für diesen Einsatz optimierten Lauda Ultracool Umlaufkühler werden gleichzeitig eingesetzt, um einen Hochdruck-Wasserstoffverdichter konstant mit einer Temperatur von -18 ° C zu kühlen.

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"Der Auftrag unseres französischen Partners ist für uns ein klares Zeichen, dass Temperierlösungen eine kritische Hochtechnologie des Aufbaus einer funktionierenden, sicheren Wasserstofflogistik sind", unterstreicht Dr. Gunther Wobser, Geschäftsführender Gesellschafter von Lauda. "Wir haben unsere Tätigkeiten in diesem Bereich in den letzten Jahren deutlich erhöht und sehen dort viel Potenzial für präzise Temperiertechnik."

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"Wir bringen die Erfahrung aus über 60 Jahren Anlagenbau mit, das wissen viele Kunden zu schätzen," erklärt Alfred Semrau, Geschäftsleiter Heiz- und Kühlsysteme. "Neben der Elektrolyse und dem Betanken des Wasserstoffs – zwei Felder, in denen Geräte und Anlagen von uns bereits aktiv sind – gibt es noch viele weitere Anwendungen für energieeffiziente Kühlung im Bereich Wasserstoff. Wir freuen uns sehr darauf, gemeinsam mit unseren Kunden weitere spannende Lösungen zu entwickeln."

Wer Wasserstoff tankt, kann das bei 91 Tankstellen im Bundesgebiet (Stand: März 2021) tun. Ein aktuelles Verzeichnis der finden Sie auf /H2.live

| Lauda

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