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Hygienepumpen

Hygienepumpen – damit der Joghurt nicht nach Pumpe schmeckt

| Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Bittermann / Dr. Jörg Kempf

Damit der Erdbeer-Joghurt nicht nach Pumpe schmeckt, ist jeglicher Metallabrieb zu vermeiden. Die Reinigungsfreundlichkeit ist eine zentrale Forderung an Hygienepumpen für die Lebensmitteltechnik.
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Damit der Erdbeer-Joghurt nicht nach Pumpe schmeckt, ist jeglicher Metallabrieb zu vermeiden. Die Reinigungsfreundlichkeit ist eine zentrale Forderung an Hygienepumpen für die Lebensmitteltechnik. (Bild: Grundfos)

Bei der Auswahl einer Hygienepumpe für die Lebensmitteltechnik haben die Hygienesicherheit und der zuverlässige Betrieb klare Priorität. Das EHEDG-Zertifikat (European Hygienic Engineering & Design Group) gehört quasi zum Pflichtprogramm. Und auch die Energieeffizienz sollte nicht unbeachtet bleiben. PharmaTEC stellt aktuelle Hygienepumpen-Lösungen vor.

Die 5800 Betriebe der deutschen Ernährungsindustrie erwirtschaften mit 530 000 Mitarbeitern rund 155 Milliarden Euro Umsatz – sie bilden damit den viertgrößten Industriezweig in Deutschland. Die Branche ist mittelständisch geprägt, es gibt nur wenige große Unternehmen. Dem steht die Nachfrage-Macht der großen Handelsketten gegenüber, die immer günstigere Preise fordern. Nur mit einem konsequenten Kostenmanagement bleiben Food-Betriebe profitabel.

Bei den Energiekosten sind oft schon kurzfristig nennenswerte Erfolge zu realisieren. Zwar liegt der Schwerpunkt des Energieeinsatzes in der Ernährungsindustrie stärker bei der thermischen (Erhitzen, Kühlen, Trocknen) als bei der elektrischen Energie – aber auch hier lohnt ein genauer Blick auf die eingesetzte Technik.

Beispielsweise erfolgt das Anpassen an die jeweils benötigte Pumpenleistung oft noch mithilfe konventioneller Stellmethoden, wie Drosselventilen oder Umgehungsleitungen (Bypass), was die Energieeffizienz deutlich mindert. Durch ein automatisches Anpassen (Drehzahlverstellung) der Pumpenleistung an den veränderlichen Förderbedarf in der Anlage und mithilfe einer effizienten Motortechnik lassen sich leicht bis zu 80 Prozent der Antriebsenergie einsparen. Ungeregelte Pumpen hingegen verursachen ein Übermaß an hydraulischer Leistung, die letztlich in Wärme gewandelt wird. Neben der Verschwendung von nutzbarer Energie ist der Wärmeeintrag biologisch bedenklich.

Produkt-Sicherheit ist unverzichtbar

Lebensmittel-Produzenten betreiben verstärkt Risikominimierung, niemand will sich eine rufschädigende Rückrufaktion leisten. Das hat Folgen auch für die Anbieter von Food-gerechten Hygienepumpen: Gefordert wird beispielsweise das EHEDG-Zertifikat als Beleg für die Einhaltung hygienegerechter Gestaltungskriterien und damit der CIP-Reinigungsfähigkeit.

Was sind die Kriterien für die Reinigbarkeit einer Pumpe? Es sind in erster Linie die reinigungsfreundliche Konstruktion, die spaltfreie Ausführung aller Innenteile und die Totraumfreiheit. Insbesondere die eingesetzte Gleitringdichtung hat einen großen Einfluss auf das Bestehen der EHEDG-Prüfung. Wurde die Technik konsequent nach den Anforderungen der EHEDG konzipiert, sind der Reinigungsaufwand und die dazu erforderliche Zeit deutlich geringer. Auch dieser Punkt ist unter dem Gesichtspunkt des Energieaufwands vorteilhaft: Die im CIP-Kreislauf arbeitende Pumpe ist dann in jedem Schritt – Wasservorspülung, Laugenspülung, Wasserzwischenspülung, Säurespülung, Wasserklarspülung – kürzer in Betrieb, verbraucht ergo weniger Energie.

Die Kreiskolbenpumpen von Jabsco wurden bereits 1995 nach den EHEDG-Richtlinien zertifiziert. Damit war das Unternehmen der erste Hersteller weltweit, der eine Kreiskolbenpumpe nach diesem Standard liefern konnte. Alle Pumpen sind für die CIP- und SIP-Reinigung/Sterilisation geeignet. Die umfangreiche Auswahl von Dichtungsvarianten – alle Wellendichtungen können ohne Demontage der Pumpe inspiziert und gewechselt werden – bietet die Möglichkeit, nahezu für alle Aufgabenstellungen eine geeignete Dichtung anzubieten.

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