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10. PROCESS-Pumpenforum

Hier optimieren Pumpen-Fachleute ihren Wirkungsgrad

| Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Bittermann / Dr. Jörg Kempf

Networking und Wissensaustausch sowie der Besuch der begleitenden Ausstellung zählen zu den Highlights des Pumpenforums, das auch in diesem Jahr wieder gemeinsam mit dem Schüttgutforum stattfand. Insgesamt 140 Teilnehmer fanden den Weg ins Vogel Convention Center Würzburg.
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Networking und Wissensaustausch sowie der Besuch der begleitenden Ausstellung zählen zu den Highlights des Pumpenforums, das auch in diesem Jahr wieder gemeinsam mit dem Schüttgutforum stattfand. Insgesamt 140 Teilnehmer fanden den Weg ins Vogel Convention Center Würzburg. (Bild: PROCESS)

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Welche Kreisel- oder Verdrängerpumpe ist für die gegebene Förderaufgabe am besten geeignet? Und wie kann ich sicherstellen, dass die Pumpe ihren Job so effizient und zuverlässig wie möglich erledigt? Wer als Planer/Betreiber vor diesen Fragen steht, darf keinesfalls nur die Pumpe und das zu fördernde Medium im Blick haben. Das 10. PROCESS-Pumpenforum zeigte einmal mehr: Es gibt viele Stellschrauben auf dem Weg zur „perfekten“ Pumpe!

Wer regelmäßig Tagungen besucht, kennt das leidige Problem: Bei vielen Referenten hat die Marketingabteilung noch rasch die aktuelle Unternehmenspräsentation eingefügt. Und penetrant steht das eigene Produkt im Mittelpunkt. Das ist beim PROCESS-Pumpenforum erfrischend anders: Auch in diesem Jahr ist es dem Moderator Dr. Friedrich-Wilhelm Hennecke und dem begleitenden Team der Vogel Business Media gelungen, Referenten zu gewinnen, die keine Werbung für das eigene Produkt machen, sondern die jeweilige Branche repräsentieren. Die Diskussionen im Anschluss an die Referate zeigten, dass die Teilnehmer eine solche Haltung schätzen!

Der Eröffnungsvortrag von Professor Eberhard Schlücker von der Universität Erlangen-Nürnberg widmete sich dem Thema „Die richtige Auswahl der Pumpe nach dem Medium“. Wie also kann man entscheiden, ob sich eine Pumpe grundsätzlich für ein Fördermedium eignet? Die erste Informationsquelle sind Checklisten zur Abfrage der Parameter des Mediums (Zusammensetzung, Viskosität, Druck und Temperatur) und der Pumpe (Bauart, Werkstoff, Kennlinien) sowie zur Klärung der gestellten Förderaufgabe. Doch das reicht keinesfalls, so Schlücker: „Wer eine Pumpe auslegen will, muss sich immer das komplette System anschauen – wer hier im Vorfeld patzt, legt den Grundstein für spätere Probleme im Betrieb.“

Darüber hinaus ist noch wichtig zu prüfen, ob die gewählte Pumpe im optimalen Betriebspunkt arbeitet (jede Abweichung schadet der Pumpe!) und wie ihre Pulsationscharakteristik ist. Denn jede Pumpe, ob Kreiselpumpe oder Verdrängerpumpe, weist eine mehr oder weniger große Pulsation auf. Dies werde bei der Planung zu oft nicht berücksichtigt, so Schlücker. Was passiert? Es kommt zu Druckstößen, die unter Umständen die Pumpe zu Schwingungen anregen. Jede Frequenz kann dabei angeregt werden, auch die Eigenfrequenz der Anlage. Ergebnis könne sein, so Schlücker, dass eine derart schwingende Pumpe sich aus der Rohrleitung reiße. Ein sehr kleiner NPSH-Wert (das ist durchaus das Ziel mancher Planer) mag Auslöser solcher Pulsationen sein.

Beim Thema Wirkungsgrad weist Schlücker darauf hin: „Je kleiner die Pumpe baut, desto schlechter wird der Wirkungsgrad – das liegt u.a. an den Leckströmen, die sich bei kleineren Pumpen stärker auswirken.“ Auch die Viskosität beeinflusst den Wirkungsgrad einer Pumpe: Bei sehr geringer Viskosität verstärken sich die inneren Leckagen einer Verdrängerpumpe, der Wirkungsgrad nimmt ab. Mit zunehmender Viskosität nehmen zwar die innere Leckagen ab, jedoch wird die innere Reibung stärker. Deshalb gibt es für jede Verdrängerpumpe einen optimalen Punkt hinsichtlich Viskosität und Wirkungsgrad.

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