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Hermetisch dichte Peripheralpumpe Hermetisch dichte Peripheralpumpe meistert kritische Förderaufgaben in der Wachs-Produktion

| Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Bei Clariant Produkte (Deutschland) sind in der Montanwachs-Produktion hermetisch dichte Peripheralpumpen der Baureihe MPB von Richter Chemie-Technik installiert. Prozesstechnisch und auch aus Umweltschutzgründen sind sie für die speziellen Anforderungen dieser Produktion deutlich besser geeignet als andere Zentrifugalpumpen.

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Die aufgeschnittene MPB-Pumpe lässt einen Blick auf das schmale Laufrad zu. (Bild: Richter Chemie-Technik)
Die aufgeschnittene MPB-Pumpe lässt einen Blick auf das schmale Laufrad zu. (Bild: Richter Chemie-Technik)

Am Standort Gersthofen produziert und verarbeitet Clariant u.a. synthetische und natürliche Wachse. Synthetische Wachse werden bevorzugt in Druckfarben, Lacksystemen, Textilien oder zur Beschichtung von Zitrusfrüchten eingesetzt. Natürliche Montanwachse kommen hauptsächlich im Pflegemittelbereich (z.B. Schuhcremes oder Autopolituren) oder bei der Verarbeitung von Kunststoffen zum Einsatz.

Montanwachs wird aus bitumenhaltiger Braunkohle gewonnen und über mehrere Verfahrensstufen zum Endprodukt verarbeitet. „Wir haben hier Einsatzbedingungen, unter denen andere Pumpenbauarten sehr schnell versagen“, erläutert Dipl.-Ing. Franz Kovanetz, Betriebsingenieur des Gersthofener Montanwachsbetriebes den Grund, warum in diesem Prozess Peripheralpumpen der Baureihe MPB von Richter Chemie-Technik zum Einsatz kommen.

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In der Verfahrensstufe der Oxidation müssen Pumpen zum einen das Oxidationsmittel selbst, zum anderen das noch mit Oxidationsmittel verunreinigte Oxidat fördern. In diesem Prozessschritt fordert der Gesetzgeber den Einsatz von hermetisch dichten Pumpen. Kovanetz: „In der Vergangenheit haben alle konventionellen Magnetkupplungs-Pumpen in diesem Einsatzfall Probleme bereitet. Das heißt: Kurze Lebensdauer durch Ablagerungen und Schäden durch Kavitation.“

Hinzu kommt die Forderung, an jeder Stelle der Pumpe ein bestimmtes Temperaturniveau einzuhalten – es geht schließlich um das Fördern einer Wachsschmelze. Die Pumpe muss beheizbar sein; zudem schwanken die Fördervolumina in relativ weiten Bereichen – zwischen 300 und 2000 l/h. Kovanetz weiter: „Bei einem Druck von über 4 bar muss die Pumpe das schäumende, korrosive Medium problemlos fördern können. Kreiselpumpen scheitern häufig an dieser Aufgabe, im Falle einer Schaumbildung des Mediums kavitieren herkömmliche Kreiselpumpen, es kommt zu schädlichen Schwingungen.“

Anspruchsvolle Anforderungen

Das zeigt: Das Spektrum der Anforderungen an die hier arbeitenden Pumpen ist äußerst anspruchsvoll. Kovanetz erinnert sich nur ungern an die Vergangenheit: „Es gab lange Zeit keinen einzigen Pumpenhersteller, der eine korrosionsfeste Kreiselpumpe mit diesem breiten Förderbereich anbieten konnte. Die 2000 l/h waren nicht das Problem, eher die kleine Fördermenge von 300 l/h. Auch beim geforderten Druck von über 4 bar winkte mancher Hersteller ab. Die vor 20 Jahren verfügbaren Kreiselpumpen mit Gleitringdichtungen hatten eine Standzeit zwischen einem Tag und zwei Wochen – ein Paradies für jeden Pumpenhersteller!“

Mithilfe einer speziell installierten Gleitringdichtung erreichte Kovanetz mit seinem Team schließlich eine Standzeit von rund zwei Jahren. Als ernsthaftes Problem erwies sich natürlich die Forderung des Gesetzgebers hinsichtlich der Leckagefreiheit. Zu dieser Zeit erprobte man auch die Standard-Prozesspumpen der Baureihe MNK von Richter Chemie-Technik. Aber selbst diese sehr robusten Pumpen zeigten für diese Anwendung aufgrund der extremen Kavitation keine befriedigende Standzeit.

Den Durchbruch brachte erst der Einsatz von Richter Peripheralpumpen in optimaler Chemie-Ausführung, da diese dichtungslos und praktisch wartungsfrei sind. Variierende Volumina lassen sich durch Frequenzsteuerung effizient realisieren.

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