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Kreislaufwirtschaft

Henkel will Recyclingfähigkeit seiner Produktverpackungen erhöhen

| Redakteur: Alexander Stark

Henkel-Zentrale in Düsseldorf
Henkel-Zentrale in Düsseldorf (Bild: Henkel)

Im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie arbeitet Henkel daran, die Recyclingfähigkeit seiner Produktverpackungen zu erhöhen und die Verwendung von Regranulaten zu steigern.

Düsseldorf – Ein gemeinsames Entwicklungsprojekt des Unternehmens mit dem Verpackungshersteller Mondi, dem Kunststoffhersteller Borealis und dem Recyclingtechnologieunternehmen APK soll die Nachhaltigkeit von flexiblen Verpackungen mit Multi-Layer-Aufbau entscheidend verbessern, hieß es in einer Unternehmensmitteilung.

Die APK AG, mit Sitz in Merseburg bei Leipzig, verfügt über einen lösemittel-basierten Aufbereitungsprozess mit der Bezeichnung Newcycling. Nach den Worten von Klaus Wohnig, Vorstandssprecher der APK AG, soll dieser Prozess ein hochwertiges Recycling von Multi-Layer-Verpackungen ermöglichen. Damit könnten aus komplexen mehrschichtigen Verpackungen sortenreine Regranulate mit Eigenschaften ähnlich denen von neu hergestellten Kunststoffen zurückgewonnen werden, so Wohnig. Mit den konventionellen, mechanischen Recycling-Verfahren sei dies nicht möglich. Zudem arbeite der Newcycling-Prozess sehr wirtschaftlich, so dass die gewonnenen Regranulate zu wettbewerbsfähigen Preisen angeboten werden könnten.

Mondi hat die Eignung von recyceltem APK-LDPE für Mehrschichtfolien am Standort seines Forschungs- und Entwicklungszentrums in Gronau getestet und in einer Pilotanlage vor Ort erfolgreiche Vorversuche durchgeführt. In dem konkreten Projekt wurde in einer flexiblen Verpackung für Waschmittel der bisher eingesetzte LDPE-Neuwarenkunststoff zu großen Teilen durch APK-LDPE-Regranulate ersetzt. Das Regenerat wird von Mondi bei der Coextrusion der PE-Folie eingesetzt und mit der bedruckten PET-Folie zu einem Duplex-Verbund kaschiert ohne dabei das äußere Erscheinungsbild des Beutels zu verändern.

Das Gemeinschaftsprojekt komme der im Januar 2018 verabschiedeten Zielsetzung der Europäischen Kommission entgegen, dass bis 2030 nur noch recycelbare Kunststoffverpackungen in Europa eingesetzt werden sollen. Es unterstreiche außerdem die Machbarkeit der mehrfachen Wiederverwertung flexibler Verpackungen in einer echten Kreislaufwirtschaft, soTimo Müller, Key Account Manager für Henkel bei Mondi.

Derzeit wird zwischen den Projektpartnern die Kommerzialisierung des Projekts und eine mögliche Markteinführung Anfang 2019 geprüft.

Firmenvideo von APK zum Newcycling-Prozess

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