Produktion von grünem Wasserstoff Größte Elektrolyseanlage Österreichs entsteht in der OMV Raffinerie Schwechat

Redakteur: Alexander Stark

Das integrierte, internationale Öl-, Gas- und Chemieunternehmen, OMV, und Kommunalkredit Austria haben die gemeinsame Investition in den Bau der größten Elektrolyseanlage Österreichs in der Raffinerie Schwechat beschlossen.

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In der Raffinerie Schwechat wird eine Elektrolyseanlage mit einer Jahreskapazität von bis zu 1500 Tonnen grünem Wasserstoff errichtet.
In der Raffinerie Schwechat wird eine Elektrolyseanlage mit einer Jahreskapazität von bis zu 1500 Tonnen grünem Wasserstoff errichtet.
(Bild: OMV)

Wien/Österreich – Für eine Investitionssumme von rund 25 Millionen Euro soll in der OMV Raffinerie Schwechat die größte Elektrolyseanlage Österreichs entstehen. Die Partner OMV und Kommunalkredit Austria teilen sich die Kosten dafür zu gleichen Teilen. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für das zweite Halbjahr 2023 geplant.

Ab diesem Zeitpunkt wird die 10 MW PEM (Polymer-Electrolyt-Membrane) Elektrolyse bis zu 1500 Tonnen grünen Wasserstoff jährlich produzieren. Eingesetzt wird der grüne Wasserstoff zur Hydrierung von biobasierten und fossilen Kraftstoffen, um grauen Wasserstoff in der Raffinerie zu substituieren. Dies führt dem Unternehmen zufolge zu einer jährlichen Reduktion des OMV Carbon Footprints von bis zu 15.000 Tonnen fossilem CO2 und ermögliche bei Nutzung von grünem Wasserstoff mehr als 17 Millionen gefahrenen Bus- oder Lkw-Kilometern ohne CO2-Emissionen pro Jahr.

Wie Thomas Gangl, OMV Chief Downstream Operations Officer, erklärt, habe sich das Unternehmen bewusst für diese erste großtechnische Produktion von grünem Wasserstoff entschieden. Als Grund nennt er das Potenzial für die CO2-freie Mobilität ebenso wie für die Reduktion der CO2-Emissionen in der Industrie.

Bereits im Juli 2020 hat sich der Konzern Klimaziele gesetzt. So will die OMV unter anderem die Netto-Null-Treibhausgasemissionen ihrer Betriebe (Scope 1 und 2) bis 2050 oder früher erreichen. Der klimaneutrale Betrieb soll durch Energieeffizienzmaßnahmen, neue Technologien wie CO2-Abscheidung, CO2-Speicherung und –verwendung, Wasserstoff sowie durch erneuerbare Energien (wie die Photovoltaikanlage in Österreich) und Maßnahmen zur Portfoliooptimierung erreicht werden.

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