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Marktstudie Global Data: Biosimilars sollen Kosten in der US-Pharmaindustrie reduzieren

| Redakteur: Alexander Stark

Bei den Faktoren, die sich im Jahr 2020 am positivsten auf die Branche auswirken sollen, zeigt sich die Pharmaindustrie uneinheitlich. Das Auslaufen von Patenten für Biologika und die vertikale Integration sind laut dem Daten- und Analyseunternehmen Global Data einige der wichtigsten Bereiche, die dabei von besonderem Interesse sind.

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Biosimilars werden im Jahr 2020 zu Kosteneinsparungen in der US-Pharmaindustrie beitragen, prognostiziert Global Data.
Biosimilars werden im Jahr 2020 zu Kosteneinsparungen in der US-Pharmaindustrie beitragen, prognostiziert Global Data.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

London/Großbritannien - Dem neuesten Jahresausblick von Global Data mit dem Titel "The State of the Biopharmaceutical Industry - 2020" zufolge identifizierten jeweils etwa 20 % der Befragten den Patentablauf von Biologika und die vertikale Integration als Aspekte, die sich positiv auf das Wachstum der Branche auswirken dürften. Eine überraschende Entwicklung besteht in der Preisgestaltung und Erstattung von Medikamenten, die als gleich wichtig angesehen wird.

Laut Dr. Bonnie Bain, globale Leiterin des Bereichs Pharma bei Global Data, erwartet die Industrie staatliche Vorgaben zur Kontrolle zukünftiger Preiserhöhungen oder Maßnahmen wie die Einführung von Biosimilars und die vertikale Integration die Kosten senken werden. Biosimilars werden 2020 in den USA stark an Bedeutung gewinnen, aufbauend auf dem Erfolg von Amgens monoklonalen Antikörpern (mAbs), Mvasi (Avastin) und Kanjinti (Herceptin) im Jahr 2019, so Bain. Beide Medikamente werden nun in der klinischen Praxis eingesetzt und sind in die entsprechenden Versicherungsunterlagen aufgenommen worden. Im Jahr 2019 folgten mehrere weitere Markteinführungen, darunter das Biosimilar Avastin von Pfizer im Dezember 2019. Vor kurzem gab Pfizer auch Pläne für die Markteinführung von Rituxan (Januar 2020) und Herceptin (Februar 2020) bekannt.

Weitere wichtige Faktoren, die die US-Pharmaindustrie in diesem Jahr beeinflussen dürften, sind der Handelskrieg zwischen den USA und China und die vertikale Integration. Trotz der Sorge um einen Handelskrieg zwischen den USA und China ist es nicht überraschend, dass China immer noch als eine große Marktchance für die Pharmaindustrie angesehen wird. China hat die größte Bevölkerung der Welt und eine wachsende Mittelschicht. Das Land ist auch führend in der Forschung und Entwicklung (F&E) von Innovationen für die Medizin und Technologien wie Robotik und 5G, die das Gesundheitswesen verändern werden. Bislang hat der Handelskonflikt keinen großen Einfluss auf die Pharmaindustrie gehabt, was zu dem anhaltenden Optimismus beitragen könnte.

Laut Bain soll sich der Trend hin zu vertikalen Integrationen auch 2019 fortsetzen, allerdings in geringerem Umfang als in den Vorjahren. Durch diese Transaktionen sollen die Risiken von abweichenden Produktpaletten reduziert, Daten konsolidiert, die Preisgestaltung angepasst und letztlich die Kosten für die Versorgung gesenkt werden.

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