Werkstoffe für den Anlagen- und Apparatebau Gewachsen mit den Aufgaben: Sonderwerkstoffe im Anlagenbau

Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Gerd Trommer* / Dominik Stephan

So helfen Sonderwerkstoffe beim Herstellen von Anlagen der chemischen Verfahrenstechnik, die Qualität zu erhöhen und zugleich Kosten senken – Die Anforderungen an Apparatebauer sind so vielfältig wie die hochspezialiserte Prozessindustrie. Damit Komponenten und Reaktoren auch in agressiven Medien sicher ihren Dienst tun, sind Hochleistungs-Spezialwerkstoffe gefordert. Gut, wenn man sich dabei auf Partner mit breiter Werkstoff- und Fertigungsexpertise verlassen kann. Von Stahl bis Titan – es gibt für jede Anwendung das richtige Material.

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The shift reactor for generating hydrogen from hydrocarbons for a large chemical group weighs 220 t.
The shift reactor for generating hydrogen from hydrocarbons for a large chemical group weighs 220 t.
(Sources: Kremsmueller)

Sicherheit stellt im chemischen Apparate- und Anlagenbau einen hohen Wert dar – angefangen bei der Sicherheit der Funktion über das Erreichens der zugesagten Lebensdauer, dem Einhalten der Betriebskosten und nicht zuletzt, dass sicherheitsrelevante Bauteile zuverlässig Zerstörungen widerstehen. Chemisch und mechanisch hoch beanspruchte Komponenten erfüllen diese Anforderungen jedoch oft nur eingeschränkt. Lösungen bieten neue, gezielt entwickelte Werkstoffe.

Sie können ihren maximalen Nutzen allerdings nur realisieren, wenn die Be- und Verarbeitung auf ihre Eigenschaften und die künftige Belastung abgestimmt ist. In diesem komplexen Fertigungsbereich leistet Kremsmüller Industrieanlagenbau aus Steinhaus/Oberösterreich, mit dem Stahlhersteller Voestalpine und der Tiwag Tiroler Wasserkraft Pionierarbeit.

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Die Chemie stellt höchste Ansprüche

Säuren und Laugen, oft kombiniert mit Temperatureinflüssen und mechanischer Beanspruchung, führen selbst bei „nichtrostenden“ Stählen zu Flächen-, Loch-, Spalt- und Spannungskorrosion. Chloride, Halogene, Bromid und Jodid unterstützen die gefährlichen Einflüsse der aggressiven Medien. Neuentwickelte Sonderstähle und -werkstoffe widerstehen jedoch diesen Angriffen.

Die Werkstoffspezialisten von Kremsmüller haben einige Erfahrung im Umgang mit diesen schwierigen Materialien: So verfügen die Österreicher über ein Kompetenzzentrum für das Verarbeiten von Sonderwerkstoffen, wie sie in der chemischen Verfahrenstechnik und anderen Branchen mit aggressiven und heißen Medien vorkommen.

Angewendet wird dieses Know-how für Apparate wie Reaktoren, Kolonnen oder Wärmetauscher aus Materialien wie Duplexstählen, Nickelbasislegierungen und Titan.

Werkstoffe und Komponenten auf dem Prüfstand

Dazu zählen auch dickwandige Apparate, die wegen hoher Drücke und aggressiven Medien innen mit Sonderwerkstoffen plattiert werden. Die aus Halbzeugen im eigenen Haus hergestellten Komponenten wiegen bis zu 400 t. Und die Aufgaben sind ebenso speziell und herausfordernd wie die Bedürfnisse der Kunden.

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