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Neuer Energie-Riese

Fusion von Wintershall und Dea perfekt

| Redakteur: Tobias Hüser

Das Offshore-Feld Mittelplate, an dem Wintershall gemeinsam mit Dea Deutsche Erdöl zu je 50 % beteiligt ist, stellt eine tragende Säule der Erdölförderung in Deutschland dar. Mehr als 34 Millionen Tonnen Erdöl wurden bereits aus der Lagerstätte gefördert. Damit Mittelplate auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur heimischen Förderung leisten kann, haben Wintershall und Dea bereits 2017 eine weitere Bohrkampagne bis zum Jahr 2022 angestoßen.
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Das Offshore-Feld Mittelplate, an dem Wintershall gemeinsam mit Dea Deutsche Erdöl zu je 50 % beteiligt ist, stellt eine tragende Säule der Erdölförderung in Deutschland dar. Mehr als 34 Millionen Tonnen Erdöl wurden bereits aus der Lagerstätte gefördert. Damit Mittelplate auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag zur heimischen Förderung leisten kann, haben Wintershall und Dea bereits 2017 eine weitere Bohrkampagne bis zum Jahr 2022 angestoßen. (Bild: BASF)

BASF und Letter One schmieden einen neuen Energiekonzern: Der Zusammenschluss ihrer jeweiligen Öl- und Gasgeschäfte ist so gut wie perfekt. Beide Unternehmen haben entsprechende Vereinbarungen unterzeichnet. Das Joint Venture wird unter dem Namen Wintershall Dea firmieren.

Ludwigshafen – Die endgültige Fusion von Wintershall und Dea soll im ersten Halbjahr 2019 erfolgen. Bis zu den Genehmigungen der Fusionskontroll-, Auslandsinvestitions- sowie Bergbaubehörden und der Bundesnetzagentur werden beide Unternehmen unabhängig voneinander weitergeführt. Der Anteil von BASF an den Stammanteilen von Wintershall Dea wird zunächst 67 % betragen, der von Letter One 33 %. Diese Anteile spiegeln den Wert der jeweiligen Explorations- und Produktionsaktivitäten von Wintershall und Dea wider. Um den Wert des Gastransportgeschäfts von Wintershall abzubilden, wird BASF zusätzliche Vorzugsanteile erhalten. Spätestens 36 Monate nach dem Zusammenschluss und in jedem Fall vor einem geplanten Börsengang sollen diese Vorzugsanteile in Stammanteile von Wintershall Dea umgewandelt werden. Dies wird den Anteil von BASF an Wintershall DEA auf 72,7 % erhöhen. Die Hauptverwaltungsstandorte des Joint Venture sollen in Kassel und Hamburg liegen.

Dea ist auf dem Gebiet der Exploration und Produktion von Erdöl und Erdgas tätig. Das Unternehmen verfügt über langjährige Erfahrung entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Upstream-Geschäfts. Mit rund 1.150 Mitarbeitern ist Dea an Produktionsstandorten und Konzessionen in Deutschland, Norwegen, Dänemark, Ägypten, Algerien und Mexiko beteiligt. Wintershall konzentriert sich auf die Exploration und Produktion in öl- und gasreichen Regionen in Europa, Russland, Südamerika, Nordafrika und im Nahen Osten. Gemeinsam mit Gazprom ist Wintershall auch im Transport von Erdgas in Europa aktiv. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 2.000 Mitarbeiter und ist bislang Deutschlands größter, international tätiger Erdöl- und Erdgasproduzent.

Event-Tipp der Redaktion Die von PROCESS mitorganisierte VIK Jahrestagung am 06. November 2018 in Berlin, unter dem Motto „Technologien, Produkte, Prozesse – den Wandel gestalten“, ist das Spitzentreffen der industriellen und gewerblichen Energiewirtschaft und der energieintensiven Branchen. Welche Themen bei der letzten VIK Jahrestagung diskutiert wurden, lesen Sie in unserem Beitrag „Branche setzt auf Energieeffizienz und Innovationen bei Treibhausgasneutralität und Klimaschutz“.

Zukünftiger Vorstand bereits bestimmt

Mario Mehren, Vorstandsvorsitzender von Wintershall, wurde bereits als zukünftiger Vorstandsvorsitzender CEO von Wintershall Dea bestimmt, Maria Moraeus Hanssen, CEO von Dea, als stellvertretende Vorstandsvorsitzende und Chief Operating Officer. Darüber hinaus werden dem fünfköpfigen Vorstand von Wintershall Dea Thilo Wieland, Vorstandsmitglied von Wintershall, und Hugo Dijkgraaf, Managing Director Wintershall Norge, angehören. Die Benennung eines Finanzvorstands wird zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

Im Jahr 2017 hatte das kombinierte Geschäft von Wintershall und Dea einen Pro-forma-Umsatz in Höhe von 4,7 Milliarden Euro, ein Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Abschreibungen (Ebitda) von 2,8 Milliarden Euro und einen Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter von 740 Millionen Euro. Die Rohöl- und Erdgasproduktion von Wintershall und Dea belief sich im Jahr 2017 pro-forma auf insgesamt 210 Millionen Barrel Öläquivalent (BOE). Dies entspricht einer täglichen Fördermenge von rund 575.000 BOE. Das Gemeinschaftsunternehmen wird über ein regional ausgewogenes Portfolio mit Wachstumspotenzial in den Kernregionen verfügen und strebt zwischen 2021 und 2023 eine Tagesproduktion von 750.000 bis 800.000 BOE an. Durch den Zusammenschluss werden vom dritten Jahr nach dem Abschluss der Transaktion an Synergien von mindestens 200 Millionen Euro pro Jahr erwartet.

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