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Durchgängige Ex-Systemlösungen Ex-Schutz aus einer Hand

| Autor/ Redakteur: Jürgen Werning, Holger Schulze* / Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Explosionsschutz spielt in vielen Bereichen eine wichtige Rolle. Gesamt­lösungen, die bereits alle notwendigen Zertifizierungen besitzen, sind daher besonders vorteilhaft. Sie reduzieren den Zeitbedarf für das Engineering und die Kosten zur Einhaltung der gültigen Vorschriften.

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(Bild: © circlephoto; © magann - Fotolia.com)

In explosionsgefährdeten Bereichen kommen besondere Komponenten zum Einsatz. Die verwendeten Betriebsmittel müssen zertifiziert sein und die geltenden Normen, Vorschriften und Richtlinien erfüllen. Für Elektrokonstrukteure ist das eine Aufgabenstellung, die sehr viel Wissen und vor allem Zeit zur richtigen Auswahl der Geräte erfordert. Um von der Feldebene bis zur Schalt- und Steuerungsebene einen durchgängigen Explosionsschutz herzustellen, ist ein erfahrener Lösungspartner wie Siemens gefragt, der alle notwendigen Bauteile anbieten kann.

Der Automatisierungsausrüster kann Sensoren und Aktoren inmitten der explosionsgefährdeten Zonen schützen. Bei der Prozessinstrumentierung stehen Messaufnehmer für Druck, Temperatur, Durchfluss und Füllstand in Ex-Ausführung zur Verfügung. Auch Aktoren wie Absperrhähne, Wägetechnik und Prozessregler sind im Portfolio enthalten. Innerhalb der Produktfamilie Sitrans findet der Anwender alle notwendigen Geräte sowie entsprechende Armaturen, Speisetrenner und Software, die für den Aufbau einer Prozessautomatisierung in explosionsgefährdeten Bereichen notwendig sind.

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So gibt es z.B. die klassischen Druck- und Temperatursensoren als Zwei-Leiter-Systeme in eigensicherer Ausführung ia für den Einsatz in den Zonen 0 bis 2 sowie 20 bis 22. Dagegen besitzen die so genannten Vier-Leiter-Systeme für Durchfluss und Füllstand eine gemischte Zulassung für die Signale und für die Versorgung (ex d e IA).

Dezentrale Peripherie – eine wirtschaftliche Lösung

Mit Simatic ET200 stellt Siemens unterschiedlichste Peripheriesysteme zur Verfügung, welche für den Einsatz im explosionsgefährdeten Bereich zertifiziert sind. Sie können in unterschiedlichen Zonen eingesetzt werden – entweder in Zone 2 und 1 bei Gas-Atmosphären oder in Zone 22 und 21 bei Staub-Atmosphären. Die an die Peripherie angeschlossenen Sensoren und Aktoren lassen sich sogar bis in Zone 0 oder Zone 20 verbauen.

Der Einsatz dieser Systeme und die damit entstehende Nähe zur Aktorik und Sensorik bieten vielerlei Vorteile sowohl für den Anlagenbauer als auch für den Anlagenbetreiber. So wurde z.B. das eigensichere, dezentrale Peripheriesystem ET200iSP speziell für den Einsatz im explosionsgefährdeten Gas- und Staubbereich entwickelt. Der konstruktive Aufbau des Systems ermöglicht auch einen Einsatz unter erhöhten mechanischen Belastungen, wie sie z.B. auf Ölplattformen anzutreffen sind.

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