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03.02.2026

Leuna (dpa/sa) *17:26 Uhr – Cannabis-Hersteller baut Standort in Leuna deutlich aus

Im Chemie-Dreieck im Süden Sachsen-Anhalts finden nicht nur klassisch chemisch-pharmazeutische Unternehmen gute Bedingungen vor. «Wir brauchen für unsere Produktion - für Licht, Bewässerung und Klimatisierung - vor allem zuverlässig Strom, den bekommen wir hier», sagte der Sprecher des Cannabis-Herstellers Aurora, Dirk Heitepriem. Das börsennotierte Unternehmen baut seinen Standort in Leuna derzeit deutlich aus. In Zukunft solle «signifikant» mehr sogenanntes Medizinal-Cannabis in pharmazeutischer Qualität produziert werden, sagte Heitepriem. Genauere Angaben zur Menge machte er nicht.

Käuferinnen und Käufer der Produkte von Aurora seien grundlegend in zwei Gruppen zu teilen: Schwerstkranke und jene, die Cannabis seit der Lockerung des Cannabisgesetzes im Frühjahr 2024 legal zur «Selbsttherapie» kaufen, so Heitepriem. Der rechtliche Umgang mit dem Anbau, Verkauf und Konsum von Cannabis ist auch nach der Gesetzesänderung weiter stark umstritten.

Schwerstkranke Menschen, die medizinisches Cannabis konsumieren, sind den Angaben nach unter anderem Multiple-Sklerose-Patienten oder Menschen, die durch andere Erkrankungen chronische Schmerzen haben. Die Krankenkasse erstattet in solchen Fällen häufig die Kosten für das sogenannte Medizinal-Cannabis. Unter den Selbstzahlern sind laut Heitepriem Menschen mit ganz unterschiedliche Krankheitsbilder - unter anderem Personen mit ADHS, Endometriose oder Parkinson.

Zuletzt waren die Einfuhren von medizinischem Cannabis in Deutschland stark angestiegen. Zur Verarbeitung importiere Aurora Cannabis aus Kanada, hieß es. Mit dem Ausbau des Standortes in Leuna wollte das Unternehmen «die Grundversorgung in Deutschland sichern», so Heitepriem. In Sachsen-Anhalt habe man schon vor der Änderung des Cannabisgesetzes die Sicherheit gehabt, eine Produktion aufzubauen, betonte er. Deshalb glaube man an die Produktionsstätte im Süden Sachsen-Anhalts.

Aurora hat eigenen Angaben nach 2015 in Kanada seine erste Lizenz für den Anbau und Verkauf von medizinischem Cannabis erhalten. 2016 exportierte das Unternehmen demnach erstmals Cannabis nach Deutschland. Die Produktionsstätte für medizinisches Cannabis in Leuna wurde 2020 zertifiziert. Das Unternehmen hat Tochtergesellschaften in Frankreich, Polen und Großbritannien.

Frankenthal (dpa) *09:45 Uhr – Pumpenhersteller KSB verzeichnet Rekordjahr

Ein gut laufendes Pumpengeschäft hat dem Pumpen- und Armaturenhersteller KSB 2025 ein Rekordjahr beschert. Und 2026 will der SDax-Konzern aus Frankenthal trotz schwieriger Rahmenbedingungen in der Weltwirtschaft seinen Wachstumskurs fortsetzen, wie KSB zur Vorlage seiner vorläufigen Zahlen mitteilte.

Angesichts der andauernd schwierigen wirtschaftlichen Situation und den weltweiten politischen Spannungen zeigte sich Unternehmenslenker Stephan Timmermann mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr sehr zufrieden. KSB habe 2025 «zu einem erneut besten Geschäftsjahr der Unternehmensgeschichte gemacht». Bereits 2024 hatte das Unternehmen Bestwerte erreicht.

2025 stieg der Umsatz vorläufigen Berechnungen zufolge im Jahresvergleich um 2,3 Prozent auf gut 3 Milliarden Euro. Ähnlich stark zog der Auftragseingang in dem Zeitraum auf 3,2 Milliarden Euro an - vor allem dank einer stark angeschwollenen Nachfrage im Absatzmarkt Wasser. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) werde im mittleren Bereich des Zielkorridors von 235 bis 265 Millionen Euro erwartet und damit über dem Vorjahr, hieß es weiter. Die finalen Zahlen will KSB am 26. März präsentieren.

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