Mischprozess- und Transporttechnik Energiesparende Mischprozesse für Lean Six Sigma Unternehmen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Immer mehr Betriebe in der Prozessindustrie setzen auf Lean Six Sigma – mithilfe der Managementmethode wollen die Unternehmen die Qualität ihrer Produkte immer weiter auf die Spitze treiben. Dafür müssen sie häufig auch die Misch- und Transportprozesse ihrer Pulver, Pellets und Granulate verbessern. Wie das mit dem Lean Mixing Konzept gelingt, lesen Sie hier.

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In dem doppelachsigen Pegasus Mischer befinden sich die Pulver in einer fluidisierten Zone, die für einen behutsamen und energiesparenden Mischprozess sorgt.
In dem doppelachsigen Pegasus Mischer befinden sich die Pulver in einer fluidisierten Zone, die für einen behutsamen und energiesparenden Mischprozess sorgt.
(Bild: Dinnissen)

Nach Lean Six Sigma arbeitende Produktionsbetriebe haben stets das Ziel, ihre Organisation kostengünstiger, kundengerichteter und effizienter arbeiten zu lassen. In der Verfahrenstechnik sind es vor allem kompakte Anlagen, deren Bauteile leicht zu erreichen sind und über ein Easy-to-clean Konzept verfügen, die zu diesen Vorhaben beitragen können.

Dinnissen Process Technology bietet diesen Unternehmen mit dem Lean Mixing Konzept ausgearbeitete Prozesstechniken, -designs und -automatisierungen an, durch die Faktoren wie Energieverbrauch, Arbeitsaufwand und Investitionskosten für Förder- und Lagersysteme gesenkt werden können. Dafür sorgen neue und vereinfachte Fördertechniken auf Basis der Schwerkraft. Zusätzlich tragen multifunktionale Mischer und Vakuum-Coater zu dem Sparkurs bei, da sie einen kleineren Produktionsraum und weniger Personal benötigen.

In vier Schritten zu einem besseren Prozessdesign

Mit einem spezialisierten Entwicklungsprojekt von Dinnissen können Unternehmen ihre Ergebnisse und Techniken verfeinern. Im hauseigenen D-Innocenter werden Kundenprodukte und bestehende Prozesstechniken von Dinnissen in einem Applikationstest kombiniert und vor der Auslieferung nochmals einem factory acceptance test (FAT) unterzogen. So kann man erkennen, ob die gewählte Technik geeignet ist und auf welche Weise diese am besten angewendet wird.

Nach der Fertigung der Anlage folgt der mechanische Test. Dieser zeigt, ob die technische Einrichtung vor der Auslieferung optimal funktioniert. Nach der Montage in der kompletten Produktionslinie folgt der site acceptance test (SAT). Hierbei werden umfassende Tests mit der gelieferten Prozesstechnik und den gewünschten Rohstoffen gefahren.

Mischkonzept ohne die Nachteile einer pneumatischen Förderung

Das Lean Mixing Konzept ermöglicht einen vollständigen Mischprozess ohne pneumatische Förderung und die dazugehörigen Nachteile, wie beispielsweise Produktbeschädigungen, höhere Energiekosten und Kontaminationsrisiken. Die Big-Bags mit den Rohstoffen müssen z.B. nur ein einziges Mal angehoben werden. Nach dem Hochziehen kann man die Big-Bags über ein automatisches Leitsystem zur richtigen Entladeposition auf der Transferstation steuern und dort absetzen. Dort koppelt der Bediener die Behälter staubfrei an die Entleerstation, unter der sich die von Dinnissen entwickelte Dosierklappe befindet, die Rohstoffe mit einer Kapazität von 6 kg bis zu 50 t pro Stunde genau abwiegen kann.

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