Druckmittler im Hygiene-Einsatz Druckmittler sind immer dann gefragt, wenn sterile Verbindungen gefordert sind

Autor / Redakteur: Jennifer Breunig / Anke Geipel-Kern

Das hygienische Design produktführender Anlagenkomponenten ist Voraussetzung zur Vermeidung mikrobiologischer Kontaminationen in der sterilen Verfahrenstechnik. Als Teil des hygienischen Gesamtkonzeptes einer Anlage müssen die eingesetzten Messinstrumente besonderen Anforderungen hinsichtlich Material, Oberflächenqualität, Prozesssicherheit, Anschlusstechnik und Reinigbarkeit im Rahmen des CIP/SIP-Prozesses entsprechen.

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Eine Druckmittler-Messanordnung sollte in Betracht gezogen werden, wenn der Prozess sterile Verbindungen erfordert, z.B. in der Herstellung von Pharmazeutika, Kosmetika oder Lebensmitteln und Getränken. Viele Messgeräte können die hygienischen Anforderungen aufgrund von Spalten in ihrem Design nicht erfüllen. Des Weiteren halten die Messgeräte häufig der Temperatur des Reinigungsdampfes in SIP-Prozessen nicht stand. Hier schafft ein Druckmittlersystem eine sterile Verbindung zwischen Medium und Messgerät. Darüber hinaus wird so eine einfache Reinigung zwischen den Chargen ermöglicht.

Druckmittler trennen das Druckmessgerät, den Druckmessumformer oder Druckschalter vom Messstoff und gewährleisten eine totraumminimierte bzw. totraumfreie Instrumentierung. Die Trennung erfolgt mithilfe einer elastischen Metallmembran. Der Innenraum zwischen Membran und Druckmessgerät ist vollständig mit einer Übertragungsflüssigkeit gefüllt. Wirkt nun vom Messstoff her ein Druck, so wird dieser über die elastische Membran und über die Flüssigkeit auf das Messgerät übertragen. Auf diese Weise kann der Druck zuverlässig ermittelt werden. Der Anbau der Druckmittler an die Messgeräte kann wahlweise durch Direktanbau oder über eine flexible Kapillarleitung erfolgen. Bei hohen Temperaturen kann ein Kühlelement zwischengeschaltet werden.

Druckübertragungsflüssigkeiten

Bei der Auswahl der Füllflüssigkeiten sind Faktoren wie Verträglichkeit, Temperatur- und Druckverhältnisse sowie die Stellzeit am Messort von entscheidender Bedeutung. Die Temperaturobergrenze für ein Füllmedium wird durch den Dampfdruck der Füllflüssigkeit und die thermische Beständigkeit bzw. den Beginn des Crackprozesses bei dieser Temperatur festgelegt.

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