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Bei der Festlegung der Füllflüssigkeit für die sterile Verfahrenstechnik muss darauf geachtet werden, dass die verwendete Flüssigkeit für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet ist und ggf. von der FDA zugelassen ist. Zur Einhaltung der CGMP-Richtlinien sind weitere Zulassungen gefordert, wie NSF-H1 oder die Listung in den länderspezifischen Pharmacopeia wie EP (European Pharmacopeia) oder USP (US Pharmacopeia).
Werkstoffe
Als Standard-Werkstoffe kommen in der sterilen Verfahrenstechnik überwiegend austenitische CrNi-Stähle zum Einsatz. Im Bereich Nahrungs- und Genussmittel sowie der pharmazeutischen Industrie sind die Qualitäten 1.4404 und 1.4435 gegenüber dem Titan-stabilisierten 1.4571 (AISI-316Ti) zu bevorzugen.
Die Edelstähle 1.4404 und 1.4435 bieten gute Schweiß- und Korrosionseigenschaften und sind zudem hochglanzpolierbar. 1.4435 hat einen im Vergleich zu 1.4404 verringerten d-Ferrit-Gehalt und zeichnet sich somit durch verbesserte Korrosionsbeständigkeit aus. Dabei steht dem Anwender nicht nur der Standard Chrom-Nickel-Stahl 1.4435 zur Verfügung, sondern auch 1.4539 (Legierung 904L), ein austenitischer Werkstoff mit hohem Molybdän-Gehalt sowie Zusatz von Kupfer und extrem niedrigem Kohlenstoffgehalt. Für spezielle Applikationen werden Legierungen gefordert, etwa Alloy 59 oder Hastelloy C, sowie Kunststoffbeschichtungen, wie PFA (Perfluoroalkoxy) oder PTFE (Poly-Tetra-Fluor-Ethylen).
Reinigbarkeit
Auch die Reinigbarkeit der Messgeräte spielt eine große Rolle. Geräte, die schwer zu reinigen sind, benötigen strengere Verfahren, erfordern sehr aggressive Chemikalien und längere Reinigungs- und Dekontaminierungszyklen. Dies verursacht höhere Kosten, geringere Verfügbarkeit für die Produktion und eine geringere Lebensdauer des Gerätes.
Die Messgeräte müssen selbst entleerend sein, damit keine Produktreste darin verbleiben. Auch müssen die Oberflächenqualitäten gewissen Gütekriterien entsprechen. Um die Vermehrung von Krankheitserregern sowie die Bildung von Biofilmen zu vermeiden, sollten Oberflächen passiv und frei von mikroskopischen Fehlern sein.
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