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Mischer auf der Achema

Drei wichtige Trends in der Mischtechnik

| Autor: M.A. Manja Wühr

Von der Bioraffinerie über Spezialchemieanlage bis hin zur Lebensmittel- und Pharmaproduktion – Mischer stehen in jeder verfahrenstechnischen Produktion. Und ein Rundgang auf der diesjährigen Achema offenbarte drei wichtige Trends für die Mischtechnik.

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Blick hinter die Kulissen: Gerickes neuer Einwellenmischer für Chargen-Mischprozesse
Blick hinter die Kulissen: Gerickes neuer Einwellenmischer für Chargen-Mischprozesse
(Bild: Gericke)

Die richtige Mischung ist bei weitem nicht das einzige was Betreiber verfahrenstechnischer Anlagen von modernen Mischern verlangen. Die Anforderungen sind hoch: Neue Verfahren, etwa im Bereich der Bioraffinerien, aber auch die Forderung nach individuellen und sehr spezifischen Produkten, erfordern eine starke Anpassung der Mischer an die jeweilige Aufgabe. Gleichzeitig müssen die Geräte auch dem wachsenden Druck effizient zu produzieren Rechnung tragen. Immer häufiger werden daher neben dem homogenen Mischen auch weitere Prozessschritte, etwa Befeuchten, Trocknen, Granulieren oder Temperieren, integriert.

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Trend 1: Mehr als nur mischen

Ein Beispiel ist die Granulation. So führen laut Henrik Mölleken, von der Firma Eirich, Pressagglomeration oder Extrusion in der Regel nicht zu einem runden Granulat. Zudem ist beiden Verfahren ein Mischprozess vorgeordnet. Thermische Verfahren wiederum sind energiebedingt aufwendig. Dies seien Gründe weshalb Anwender von mechanischen oder thermischen Granulationsverfahren zur Aufbauagglomeration im Eirich-Mischer wechseln. Mit den Granuliermischern beispielsweise in der Düngemittelproduktion auf einer Mischerlinie unterschiedliche Rezepturen gefahren werden.

Aber auch Lödige kann seinen Pflugschar-Chargenmischer FKM 2400 D mit separat angetriebenen, hochtourig rotierenden Messerköpfen ausstatten. Diese schließen zusammen mit den Mischwerkzeugen Agglomerate auf. Zudem ermöglichen sie eine gezielte Granulierung während des Prozesses. Zum Temperieren sind Trommel, Kopfstücke und Welle beheiz- oder kühlbar. Des Weiteren bietet auch Emde an, in den Mischprozess Prozessschritte, wie Befeuchten, Trocknen oder Temperieren, zu integrieren.

Doch es geht auch andersherum: Das Criox System von Italvacuum ist ein Vakuum-Rotationstrockner und -pulverisator zum Trocknen feuchten Materials aus Filter- und Zentrifugenprozessen in der Pharma-, Feinchemie-, Lebensmittel-, Kosmetik- oder auch der Chemieindustrie. Mit zwei leistungsstarken Klumpenbrecher-Messergruppen zerkleinert der Trockner vorhandene Produktklumpen, so dass anschließendes Vermahlen vermieden wird und das trockene Pulver fertig zum Sieben und Einsacken ist. Dieses System kann aber auch als Mischer oder Homogenisator eingesetzt werden. Außerdem kann es auch für die Feuchtgranulierung dienen.

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M.A. Manja Wühr

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