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Mischer auf der Achema

Drei wichtige Trends in der Mischtechnik

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Trend 2: Schnelle Chargenwechsel

Ungebrochen ist der Trend zu immer spezifischeren Produkten. Dies reicht von der Spezialchemie über Lebensmittelproduktion bis hin zu Kosmetik und Pharma. So bietet beispielsweise Emde für die kleineren Einwellen-Schneckenmischer mit Mischvolumen von bis zu 630 Liter eine Auszugseinrichtung für das Mischwerkzeug an. Damit adressiert das Unternehmen vor allem die Kunststoffindustrie, wo mit häufigen Farbwechseln gearbeitet werden muss. Aber auch für die Lebensmittelproduktion ist dieses System geeignet.

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Auch Amixon hat einen Ein- und Mehrwellen-Konusmischer mit sehr schneller Entleerung entwickelt. Hintergrund: Für die Nährmittelherstellung sollen zuweilen kleinere Mischer als üblich verwendet werden, die in besonders kurzen Mischzyklen betrieben werden. Das bedeutet, dass nicht nur die Beschickung und der Mischprozess beschleunigt werden müssen. Auch die Entleerung muss sehr schnell und restlos erfolgen. Für diese Anforderungen hat Amixon einen Ein- und Mehrwellen-Konusmischer mit sehr schneller Entleerung entwickelt. Dabei bietet der Mischer eine Restentleerung von bis zu 0,001 Prozent und besser. Rotationssymmetrische Verschlusselemente senken sich wenige Zentimeter und gestatten die Totalentleerung innerhalb weniger Sekunden. So ist es möglich, mit einem 500-Liter-Mischer eine Abfüllmaschine mit einem Volumenstrom von elf Kubikmeter pro Stunde zu versorgen.

Dinnissen Process Technology wiederum präsentierte das weiterentwickelte Pandora End of Line Mixing als schnelles, kostensparendes Mischkonzept für die chemische, pharmazeutische und Futter-Industrie. Auch dieses Mischkonzept ist interessant für Situationen, in denen oft auf ein neues Rezept gewechselt wird. Es geeignet sich für das Mischen von maximal zehn (Mikro-)Komponenten und verfügt über eine Kapazität von 50 kg bis zu 100 t pro Stunde. Das Konzept besteht aus einer Reihe genauer, gravimetrischer Dosierer und dem Pegasus-Mischer. Die Dosierer messen genau die Zufuhr der Komponenten zum Mischer. Dabei kann es sich um Mikro-Komponenten (0,01 bis zwei Prozent pro Chargengewicht) handeln, oder aber um sehr hohe Prozentsätze (30 bis 220 Prozent pro Chargengewicht). Durch die kurze Reaktionszeit der gravimetrischen Dosierer werden die An- und Auslaufzeit des Produktionsprozesses verkürzt, wodurch der dadurch entstehende Produktverlust minimiert wird. Auch auf eine schnelle und einfache Reinigung wurde geachtet. So lassen sich Stillstandzeiten im Produktionsprozess verringern.

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Manja Wühr

Manja Wühr

Redakteurin