Newsticker August: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Linke setzt auf Industriestiftung für die Chemiebranche

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26.08.2026

Leuna (dpa/sa) *11:52 Uhr – Leuna setzt auf mehr grünen Strom bei der Chemieproduktion

Am Chemiestandort Leuna soll künftig mehr erneuerbarer Strom anstelle fossiler Brennstoffe für die Produktion genutzt werden. Der Standortbetreiber Infraleuna hat einen neuen Elektrodenkessel mit einer Leistung von 35 Megawatt in Betrieb genommen. Der Kessel nutzt Strom, um Hochdruckdampf zu erzeugen, der von den Unternehmen am Chemiestandort für ihre Produktion benötigt wird. Nach Angaben von Infraleuna kann dabei insbesondere Strom aus erneuerbaren Energien eingesetzt werden. Der Dampf wird mit einem Druck von 45 bar erzeugt.

Mit der Anlage sollen fossile Brennstoffe eingespart werden. Zugleich kann der Elektrodenkessel nach Angaben des Unternehmens dazu beitragen, Schwankungen im Stromnetz auszugleichen: Steht viel erneuerbarer Strom zur Verfügung, kann dieser zur Dampferzeugung genutzt werden. Das Power-to-Heat-Projekt wurde gemeinsam mit dem Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz umgesetzt. Infraleuna versorgt die Unternehmen am Chemiestandort unter anderem mit Energie, Wasser und weiteren Infrastrukturdienstleistungen.

Moskau (dpa) *11:11 Uhr – Mehrere Tote bei Brand in Chemiewerk in Russland

Bei einem Brand in einem im Bau befindlichen Chemiewerk in der Amur-Region in Russlands Fernem Osten sind nach Behördenangaben mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Acht weitere Mitarbeiter würden vermisst, teilte das Unternehmen AGCHK mit. Insgesamt seien 36 Verletzte in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Das Katastrophenministerium schickte ein Flugzeug mit Ärzteteams, das Schwerverletzte in Spezialkliniken transportieren sollte.

In dem noch nicht fertiggestellten Chemiewerk, das 7.600 Kilometer östlich von Moskau in Zusammenarbeit mit einem chinesischen Unternehmen errichtet wird, war es am Dienstag aus bislang unbekannter Ursache zu einem Feuer gekommen. Der Brand sei mittlerweile unter Kontrolle, eine Gefahr für die Umwelt bestehe nicht, teilten die Behörden mit. Die Anlage steht kurz vor der Fertigstellung und soll zur Herstellung der Kunststoffe Polyethylen und Polypropylen dienen.

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