Newsticker August: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Linke setzt auf Industriestiftung für die Chemiebranche

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13.08.2026

Salawat (dpa) *10:36 Uhr – Kiews Drohnen treffen Ölraffinerie und Logistikzentrum in Russland

Die ukrainischen Streitkräfte haben bei neuen Drohnenangriffen tief im russischen Hinterland eine weitere Ölraffinerie und ein Lager des größten russischen Versandhändlers Wildberries in Brand gesetzt. Zwei Menschen seien in der Stadt Salawat verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden, teilte der Chef der Republik Baschkortostan, Radij Chabirow, mit. Medien berichteten zudem von einem Drohnenangriff und einem Brand in einer Ölraffinerie des Energieriesen Gazprom.

Die russische Flugabwehr habe 16 von insgesamt 21 Drohnen abgeschossen, sagte Chabirow. Ziel des Angriffs sei ein Logistikzentrum gewesen. Die Firma Wildberries, deren Lager die Ukraine seit Wochen attackiert, bestätigte den Angriff und den Brand. Das Gebäude sei evakuiert worden. Das zentrale Ermittlungskomitee warf der Ukraine einen weiteren «Terroranschlag» gegen zivile Infrastruktur vor.

Die Ukraine selbst behauptet, dass Wildberries russischen Kriegszwecken diene. Das Unternehmen und der Kreml weisen das kategorisch zurück und sprechen von ziviler Infrastruktur. Kommentatoren sehen in den Angriffen den Versuch Kiews, die Lage in Russland durch zunehmende wirtschaftliche Probleme zu destabilisieren.

Bitterfeld-Wolfen (dpa/sa) *17:35 Uhr – Neue Forschungsanlage zur Kreislaufwirtschaft im Chemiepark

Im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen entsteht mit Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt eine neue Forschungsinfrastruktur zur Kreislaufwirtschaft. Die Technologieplattform soll Unternehmen aus der Region dabei helfen, ressourcenschonende und wirtschaftliche Lösungen zu finden, um in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, teilte das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologie und Systeme (IKTS) mit. Das Land fördert den Aufbau mit 4,5 Millionen Euro.

In den nächsten vier Jahren sollen Labore und Anlagen entstehen, die Fraunhofer-Forscher und Unternehmen zusammenbringen. Im internationalen Wettbewerb mit hohen Energie- und Rohstoffkosten müsse die Chemiebranche neue Technologien und Geschäftsmodelle finden. Konkret geht es um die Aufbereitung von Abwasser und die Rückgewinnung von kritischen Rohstoffen aus Industrieabfällen. In einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft seien Abwasser und Reststoffe kein Abfall, sondern Wertstoffe.

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