Valve World 2016 Die Ventilspezialisten drehen auf: Darum sind Edelstahlarmaturen die Stars der Valve World

Redakteur: Dominik Stephan

Sie sind Spezialisten unter den Armaturen: Edelstahlventile stehen auf der Valve World 2016 im Rampenlicht – Mit ihrer enormen Widerstandskraft gegen Korrossion sind Edelstahlventile die perfekte Wahl für alle Prozesse, bei denen Hygiene entscheidend ist. Der andauernde Höhenflug der Pharmabranche und deren immer strengere Standards sorgen auf der Valve World für glänzende Augen bei den Armaturenherstellern.

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Auf der Valve World 2016 dreht sich für viele Fachbesucher aus Pharma und Food alles um Edelstahlventile. Die Weltleitmesse für Armaturen in Düsseldorf bietet in drei Hallen Raum für Fachaustellung, Summits und Konferenzen.
Auf der Valve World 2016 dreht sich für viele Fachbesucher aus Pharma und Food alles um Edelstahlventile. Die Weltleitmesse für Armaturen in Düsseldorf bietet in drei Hallen Raum für Fachaustellung, Summits und Konferenzen.
(Bild: Messe Duesseldorf)

Edelstahlarmaturen haben in den vergangenen Jahren eine beachtliche Karriere gemacht: „Die aktuelle Nachfrage ist sehr gut. Insgesamt wird global viel in den Anlagenbau für die pharmazeutische Industrie investiert“, bilanziert Marco Becker, Leiter Vertriebsmarketing beim Ventil- und Messtechnikspezialisten Gemü.

Und es sieht nicht danach aus, als sollte sich dieser Trend so bald umkehren: „Durch ‚global health trends‘, eine steigende Weltbevölkerung und Industrialisierung in den Schwellenländern wird dieser Trend vermutlich zunächst einmal positiv bleiben“, auch wenn sich die Branche nicht komplett von der Weltkonjunktur abkoppeln könne, so Becker.

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Konkurrenzlos beständig

Kein Wunder: Immerhin bietet Edelstahl eine konkurrenzlose Mischung aus Korrosionsschutz und Langlebigkeit. Ihre besondere Beständigkeit erhalten diese Stähle, indem sie eine Passiv–Schicht auf der Werkstoffoberfläche ausbilden. Diese chromreiche Metalloxid- bzw. -oxidhydratschicht verhindert den direkten Kontakt des Metalls mit dem aggressiven Medium.

Wird sie beschädigt, entsteht meist eine neue Schicht in einer Art „Selbstheilung“. Dazu benötigen Edelstähle einen Chromanteil von mindestens zwölf Prozent und möglichst nicht mehr als 0,12 % Kohlenstoff. Durch Hinzufügen von z.B. Molybdän verbessert sich die Beständigkeit weiter.

Edelstahl lässt sich gut verarbeiten

Edelstähle sind nicht nur korrosionsbeständig und hygienisch, sondern auch verschleißfest, wartungsarm, langlebig, schweißbar und temperaturbeständig, was sie zu begehrten Materialien für sterile und hygienische Anwendungen in Pharma und Food macht. In diesen Branchen „geht es um Keimfreiheit, Aseptik und Sicherheit“, erläutert Marketing-Leiter Becker. Die Oberfläche dieser Armaturen lasse sich gut bearbeiten, so dass eine präzise definierbare Oberfläche hergestellt werden kann.

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