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Führung in Krisenzeiten Die meisten Arbeitnehmer genießen in Krisenzeiten das Vertrauen ihres Chefs

| Redakteur: Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Die derzeitige Corona-Krise stellt Mitarbeiter, Führungskräfte und Unternehmen vor immense Herausforderungen. Speziell Home Office und Kinderbetreuung gilt es für viele Arbeitnehmer unter einen Hut zu bringen. Welchen Einfluss die Führungskraft in einer solchen Situation hat, lesen Sie in unserem Beitrag.

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(Bild: gemeinfrei/geralt/Pixabay / Pixabay )

Düsseldorf – Vorgesetzte, die in der Vergangenheit eine gute und vertrauensvolle Beziehung zu ihren Mitarbeitern aufgebaut haben, sind in Krisenzeiten klar im Vorteil. Das ist das Ergebnisse einer Studie von Stepstone. Sieben von zehn Beschäftigten in Deutschland (69 %) sind der Meinung, dass ihr Chef ihnen vertraue. 71 % gaben an, ein gutes Verhältnis zu ihrer Führungskraft zu haben. Für die Studie „Deutschland und seine Chefs“ hatte die Online-Jobplattform 2019 rund 3 500 Fachkräfte ohne Personalverantwortung und 1 500 Führungskräfte in Deutschland befragt.

Vertrauensverhältnis zahlt sich in Krisenzeiten aus

Von den befragten Managern gaben sogar 92 % an, ihren Mitarbeitern zu vertrauen. „Arbeitnehmer, die es gewohnt sind, eigenverantwortlich zu arbeiten und selbst Entscheidungen zu treffen, kommen mit der aktuellen Situation nicht nur besser zurecht – sie arbeiten wahrscheinlich auch produktiver“, sagt Dr. Anastasia Hermann, Studienleiterin bei Stepstone.

Die Ergebnisse der Befragung zeigen aber auch, dass sich Selbst- und Fremdwahrnehmung von Chefs und ihren Mitarbeitern in manchen Bereichen drastisch unterscheiden. So sind neun von zehn Führungskräften der Meinung, sie bezögen ihre Mitarbeiter bei Entscheidungen grundsätzlich mit ein. Von den Mitarbeitern gaben aber nur 42 % an, tatsächlich mit entscheiden zu können.

Beschäftigte wünschen sich mehr Kommunikation

Mitarbeiter würden sich außerdem gerne noch intensiver mit der Führung austauschen: Schon unter normalen Umständen wünschen sich 62 %, dass ihr Chef mehr mit ihnen kommuniziere. Gut jeder Zweite (51 %) ist der Meinung, seine Führungskraft solle sich mehr Zeit für ihn nehmen. „In virtuellen Teams ist Kommunikation noch wichtiger. Führungskräfte sollten sich derzeit mehr denn je als Dienstleister für ihre Mitarbeiter verstehen und immer für sie ansprechbar sein. Gerade jetzt, wo eine große Unsicherheit herrscht und sich die Situation täglich ändern kann, ist ein stetiger und verlässlicher Austausch die Basis für eine gute Zusammenarbeit“, sagt Hermann.

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