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Dichtungen

Die Herren der O-Ringe feiern 150 Jahre COG

| Redakteur: Dominik Stephan

Sie halten dicht: Elastomerdichtungen aus Kautschuk. In Europa hat niemand mehr davon auf Lager als die Firma COG aus Pinneberg bei Hamburg. Jetzt feiern die „Herren der O-Ringe“ das 150-jährige Firmenjubiläum – und stellen die Weichen in die Zukunft…

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"Nicht rückwärtsgewandt - Immer mit klarem Blick nach vorn" - Jan Metzger, Kaufmännischer Geschäftsführer von COG
"Nicht rückwärtsgewandt - Immer mit klarem Blick nach vorn" - Jan Metzger, Kaufmännischer Geschäftsführer von COG
(Bild: PROCESS)

Hamburg – Unscheinbar sieht er aus: Ganz in Schwarz oder einheitlich eingefärbt, glänzend oder matt, aus Gummi oder Silikon. Der O-Ring. Wenige Millimeter klein oder einen halben Meter durchmessend, mehr oder weniger flexibel – aber immer ein perfekter Kreis aus Kunststoff.

Ein scheinbar einfaches Teil – aber von immenser Bedeutung. Ob die Produktion stillsteht oder gefährliche Medien austreten, hängt nicht zuletzt von diesem Gummiring ab. Wer das Geheimnis des O-Rings enträtseln will, braucht keine Hobbits oder Zauberer – auch wenn das Expertenwissen der Hersteller über Gummimischungen und Medien- oder Temperaturbeständigkeit zuweilen an Hexerei erinnert. Die „Herren der O-Ringe“ sitzen auch nicht in Mittelerde, sondern zum Beispiel bei der Firma C. Otto Gehrckens (COG) in dem Hamburger Vorort Pinneberg. Und das nun schon seit 150 Jahren.

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Seit 150 Jahren vor den Toren Hamburgs

Das schaffen die Wenigsten: Tatsächlich sind lediglich 0,3 % der deutschen Unternehmen über 150 Jahre alt, bekräftigten die COG-Geschäftsführer Jan und Ingo Metzger. Grund zum Feiern für den als Familienunternehmen in der fünften Generation geführten Hersteller von Präzisionsdichtungen – „Aber nicht rückwärtsgewandt sondern immer mit klarem Blick nach vorn“, so die Geschäftsführer.

1867 als Lederfabrik gegründet, begann das zweite Leben des Unternehmens 1957, als die damalige Geschäftsführung in die Fertigung von Keilriemen und Elastomer-Dichtungen aus Gummi für das Wirtschaftswunder einstige.

Mit ledernen Antriebsriemen hatte man in Pinneberg zwar schon reichlich Erfahrung sammeln können – doch mit dem Material betratet die Geschäftsführung Neuland: Kautschuk statt Leder lautete nun die Devise. Seit 1998 gilt das nur noch für Dichtungen, nachdem die Antriebssparte komplett verkauft werden konnte.

Erfolgsgeschichte weiter schreiben: Der neue COG-Standort hat noch Raum zum Wachsen.
Erfolgsgeschichte weiter schreiben: Der neue COG-Standort hat noch Raum zum Wachsen.
(Bild: COG)

Neue Wege am neuen Standort

Anfang der 2000er war schließlich der Stammsitz des Unternehmens an der Koppelstraße in Pinneberg zu klein geworden für die Visionen der Dichtspezialisten: Ab 2002 zogen zunächst Vertrieb, Lager und Verwaltung in ein neues Logistikzentrum mit modernster Lagertechnik im Gehrstücken in Pinneberg. Ab 2007 entstand dort auf über 6000 Quadratmeter eine neue Fertigung, die seit 2009 auch die Expressfertigung für besonders eilige Spezialaufträge ermöglicht.

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