Suchen

Chemieriese macht jetzt in Start-Up Die Chemie macht mobil: Warum die BASF auf Auto-Start-Ups setzt

| Redakteur: Dominik Stephan

Die BASF will mit dem Auto der Zukunft wachsen. Und mit Start-Ups. Zwei Hype-Fliegen mit einer Klappe? Warum sich der Chemieriese als „Wegbereiter für zukünftige Mobilitätslösungen“ begreift…

Firmen zum Thema

(Bild: BASF SE)

Auch beim Auto muss die Chemie stimmen: Vom Leichtbaukunststoff bis zu Kraftstoffadditiven hilft Know-How und Expertise der Molekülspezialisten, Menschen von einem Ort zum nächsten zu bewegen. Und auch die Vision von der Elektrisierung des Verkehrs wird ohne neue Batterietechnologien und Elektrolyten wohl nicht den Durchbruch schaffen.

Jetzt will Chemie-Primus BASF aus dem Schatten der großen Automobilkonzerne treten – und hippe Start-Ups sollen den Weg bahnen: Beim Expo Day des Startup-Accelerators Startup Autobahn in Stuttgart traten die Ludwigshafener wie selbstverständlich neben Unternehmen wie Daimler, Porsche oder Hewlett Packard auf.

Bildergalerie

Alles fängt klein an...

„Wir sind davon überzeugt, dass große Ideen klein anfangen. Daher arbeiten wir mit Jungunternehmern zusammen, die das Potenzial haben, die Zukunft der Mobilität und Produktion nachhaltig zu verändern“, sagt Jürgen Becky, Senior Vice President Performance Materials bei BASF.

Wachsen, aber wie? Ob Start-Ups ein Modell für die Chemie und Pharma-Branche sind, wurde auch auf den Perspectives 2017 heiß diskutiert...

So flossen beispielsweise die Material- und Verarbeitungskompetenz der BASF-Kunststoffexperten in ein Pilotprojekt mit dem Startup Kreatize. Dessen digitale Bestellplattform ermöglicht einen direkten Austausch zwischen Herstellern und Zulieferern.

Automobilhersteller können CAD-Dateien ihrer Bauteile auf die Plattform hochladen, dank eines Matching-Algorithmus den bestmöglichen Werkstoff und Produktionsprozess dafür finden, sofort bestellen und direkt bezahlen.

Ergänzendes zum Thema
Was bedeutet Blockchain?

Die Datenbank-Technologie Blockchain („Blockkette“) soll digitale Transaktionen schneller, günstiger, sicherer und transparenter machen. Die Einsatzmöglichkeiten reichen vom Finanzwesen über die Buchhaltung bis zum Internet der Dinge. Die Blockchain erfüllt eine ähnliche Funktion wie das Hauptbuch in der Buchhaltung, sie ist ein zentrales Verzeichnis, in dem alle Transaktionen festgehalten werden. Doch diese Datenbank liegt dezentral auf Tausenden von Rechnern – zum Beispiel auf gewöhnlichen Heim-PCs, denn jeder kann Teil des Blockchain-Netzwerks werden und jede Transaktion jederzeit einsehen. Zwar stecken viele praktische Anwendungen der Blockchain derzeit noch in den Kinderschuhen, doch zeichnet sich bereits jetzt ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten ab – etwa bei Grundbucheinträgen, Echtheitszertifikaten oder Lieferkettenkontrollen.

Ein weiteres Pilotprojekt entstand im Bereich der Lieferkette: Wie merkt man, dass eine Lieferung unvollständig oder beschädigt ist, noch bevor sie zugestellt wurde? Quantoz hat gemeinsam mit BASF und dem niederländischen Unternehmen Ahrma eine smarte Antwort darauf gefunden. Eine intelligente Palette, die nicht nur ihre Position und Bewegung mitteilt, sondern auch ihren Beladungszustand sowie einen eventuellen Aufprall oder Sturz.

(ID:44806133)