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Prozessleitsystem

Das bietet die Version 8.2 des Prozessleitsystems Simatic PCS 7

| Autor/ Redakteur: Dipl.-Ing. Svitlana Schmitt / Dr. Jörg Kempf

Mit der Version 8.2 von Simatic PCS 7 zeigt sich, welche Vorteile die vollständige Erfassung von Informationen in einem durchgängigen Datenmodell bietet: der anlagenweite Zugriff auf diese digitalisierten Daten erhöht die Flexibilität der Bedienung, sorgt für mehr Effizienz über den gesamten Lebenszyklus einer Anlage hinweg und damit für kürzere Engineeringzeit.

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Mobiles Anlagen-Monitoring, effizienteres Anlagen-Engineering, intuitivere Anlagenführung – die neue Version des Siemens Leitsystem bietet zahlreiche Detailverbesserungen für die Prozessindustrie.
Mobiles Anlagen-Monitoring, effizienteres Anlagen-Engineering, intuitivere Anlagenführung – die neue Version des Siemens Leitsystem bietet zahlreiche Detailverbesserungen für die Prozessindustrie.
(Bild: Siemens)

Wie sehr sich unser Leben in den vergangenen 20 Jahren verändert hat, illustriert folgendes Beispiel: Während man sich Mitte der Neunziger Jahre auf einem Röhrenfernseher Filme von VHS-Recordern angesehen hat, bekommt man heute jederzeit auf Abruf Filme über Streaming-Dienste auf das LED-Flachdisplay seines internettauglichen Fernsehers bereitgestellt. In nur 20 Jahren sind wir von sperrigen, unhandlichen und nur mit VHS-Qualität ausgestatteten Videokassetten im Zeitalter der Digitalisierung angekommen – bequemes Kinoerlebnis per Mausklick und ohne lästigen Kabelsalat. Neben enorm gesteigerter Bildqualität gehen mit der Digitalisierung des Videomarktes auch mehr Flexibilität und Komfort einher. Genau diese beiden Vorteile finden sich im Rahmen der industriellen Digitalisierung u.a. auch in der neuesten Version des Siemens Prozessleitsystems Simatic PCS 7 wieder, die nun – genau 20 Jahre nach der ersten Version – auf den Markt kommt.

Seit Einführung im Jahr 1996 zeichnet sich das Leitsystem durch Offenheit über standardisierte Schnittstellen, Flexibilität durch nahtloses Einbinden von sicherheitsgerichteten oder redundanten Architekturen oder Skalierbarkeit hinsichtlich des Mengengerüstes aus. Diese Vorteile werden in über 22.000 Installationen weltweit in sämtlichen Branchen der Prozessindustrie geschätzt – und daran ändert sich auch in der neuen Version 8.2 nichts.

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So ist das Thema Skalierbarkeit nach wie vor aktuell. Aufgrund von Erweiterungen oder Zusammenlegungen einzelner Anlagen sind Betreiber auf Leittechnik angewiesen, die mitwächst und sich aktuellen Bedürfnissen anpasst. Immer mehr wird heute auch die Möglichkeit geschätzt, mit einem erprobten Leitsystemkonzept in Anlagen unterschiedlicher Größe weltweit operieren zu können. Mit skalierbaren Mengengerüsten von 100 bis 200.000 I/Os ist Simatic PCS 7 diesen Anforderungen gewachsen und geht noch einen Schritt weiter: Spezifische Funktionalitäten wie Batch-Verarbeitung oder branchenspezifische Erweiterungen lassen sich ohne Brüche im Bedien- oder Automatisierungskonzept hinzufügen.

Hohe Verfügbarkeit ist ein weiteres Anliegen der Prozessindustrie, dem das Leitsystem seit jeher nachkommt. Damit es nicht zu ungeplanten Anlagenstillständen kommt, sind sämtliche Komponenten redundant auslegbar. Darüber hinaus bietet das System die hohe Verfügbarkeit für alle Kommunikationsarten: von Hart über Fieldbus Foundation bis hin zu Profibus und Profinet. Das gilt für SIL3-Applikationen genauso wie für Installationen im Ex-Bereich. Die hohe Fertigungsqualität der Komponenten und die robuste Konstruktion für einen Einsatz in rauer Industrieumgebung sorgen für kontinuierlichen Anlagenbetrieb über viele Jahre bei möglichst geringen Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership – TCO).

Innovationen sinnvoll einsetzen

Der Einsatz von Webtechnologien verändert auch den Arbeitsalltag in Prozessanlagen: Mobile Geräte halten Einzug und bieten nicht nur fernab der Leitwarte die Informationsgrundlage für schnelle und sichere Entscheidungen. Über installationsfreie Webclients lassen sich auch Feldgeräte vor Ort in Betrieb nehmen oder parametrieren. Mit dem neuen Client-Server-Konzept von Simatic PDM (Process Device Manager) kann das Management von Feldgeräten von nahezu jedem Punkt in der Anlage aus erfolgen. Dabei werden die lokal durchgeführten Änderungen zuverlässig zentral gespeichert. Eine Softwareinstallation auf den mobilen Geräten ist dabei nicht notwendig, denn der Zugriff auf Gerätedaten erfolgt browserbasiert über das so genannte Simatic PDM Portal.

Die Version 8.2 von Simatic PCS 7 unterstützt nun die betriebssystem- und browserunabhängige Nutzung von mobilen Geräten. Lesen Sie weiter auf der nächsten Seite.

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