Prozessleitsystem

Das bietet die Version 8.2 des Prozessleitsystems Simatic PCS 7

Seite: 3/4

Firmen zum Thema

Über den gesamten Lebenszyklus effizienter

In der Engineeringphase sorgt der Einsatz der neuen Simatic Logic Matrix für noch mehr Zeitersparnis und Transparenz bei komplexen Zuständen in der Produktionsanlage. Die Zusammenstellung der Verriegelungslogiken erfolgt nach dem Ursache-Wirkungs-Prinzip: In einer mit einem Tabellenkalkulationsblatt vergleichbaren Matrix-Tabelle werden bestimmten Prozessereignissen exakt definierte Reaktionen zugeordnet. Dabei listet man die Ursachen (causes) in Zeilen auf und in den Spalten die dazugehörigen Wirkungen (effects). Die daraus entstehende Cause-&-Effect-Matrix ist nicht nur einfach und ohne Programmierkenntnisse erstellbar, sie visualisiert auch komplexe Zusammenhänge sehr übersichtlich.

Aus einer solchen Tabelle heraus generiert das Softwarepaket Simatic Logic Matrix automatisch die entsprechenden CFC (Continuous Function Charts) inklusive der benötigten Treiberbausteine für das Automatisierungssystem. Damit reduziert sich nicht nur die Anzahl möglicher Fehler, die Projektierung von Verriegelungslogiken wird erheblich vereinfacht und verkürzt.

Bildergalerie

Für kürzere Projektierungszeiten und die flexiblere Nutzung von Schrittketten in Ablaufsteuerungen (Sequential Function Charts – SFC) sorgt ein zentraler grafischer Formeleditor. Berechnungen und Vergleichsfunktionen der Schrittketten werden im SFC-Editor durchgeführt. Dafür stehen sowohl arithmetische Operationen wie auch Boolesche Verknüpfungen oder bestimmte Funktionen zur Verfügung, die bequem über den grafischen Formeleditor zu Rechenformeln zusammengefügt werden können. Ab Version 8.2 sind auch die Funktionen des Massendaten-Engineerings deutlich erweitert, z.B. das technologische Engineering mit Funktions-, System- und Aufbauplänen und den dazugehörigen Dokumenten für Simatic PCS 7 Projekte. Dies reduziert den Aufwand für die Erstellung der dazugehörigen Dokumentation erheblich.

Um das Prozessleitsystem mit minimalem Aufwand und bei höchster Anlagenverfügbarkeit auf aktuellem Stand zu halten, bietet Siemens einen Software Update Service (SUS) an. Dieser Service unterstützt den Einsatz des neuen Betriebssystems Windows 10 auf dem Leitsystem. Simatic PCS 7 V8.2 ist unter Windows 10 und Server 2012 lauffähig.

Einige Detailverbesserungen, wie die Übernahme von angepassten Symboleigenschaften oder zentrale und hochrüstsichere Einstellungen für Alarmlisten und Bedienfunktionen, erlauben es dem Anwender, kundenspezifische Anpassungen auch nach Versionshochrüstungen beizubehalten, und zwar ohne erneuten Enigineeringaufwand. Mithilfe der Simatic Management Console lassen sich sämtliche Simatic PCS 7 Hard- und Softwarekomponenten mit allen Versionsständen per Knopfdruck inventarisieren. Sie erlaubt nicht nur vollständige und kundenindividuelle Inventarlisten, sondern bietet eine zuverlässige Basis für gezielte Tausch- und Update-Aktionen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite ein Interview mit Svitlana Schmitt, Marketing Manager für Simatic PCS 7, Siemens, u.a. zum Thema Cyber Security

(ID:43843775)