Umsatzsteigerung Clariant stellt sich neu auf und steigert den Umsatz

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Der schweizer Chemieproduzent Clariant meldet eine positive Entwicklung im Gesamtjahr 2012. Für das laufende Jahr will sich Clariant auf das Wachstum der verbliebenen sieben Kerngeschäftseinheiten und eine nachhaltige Kostendisziplin konzentrieren.

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Weltweit beschäftigt Clariant rund 22 000 Mitarbeiter, Hauptsitz des Unternehmens ist in Muttenz, Schweiz.
Weltweit beschäftigt Clariant rund 22 000 Mitarbeiter, Hauptsitz des Unternehmens ist in Muttenz, Schweiz.
(Bild: Clariant)

Muttenz/Schweiz – Clariant hat für das Geschäftsjahr 2012 einen Umsatz aus fortgeführten Geschäften von 6,038 Mrd. CHF im Vergleich zu 5,571 Mrd. CHF im Vorjahr erwirtschaftet. Dies entspricht einem Wachstum von 8 % sowohl in Lokalwährungen als auch in Schweizer Franken. Der Umsatzanstieg war auf die Übernahme von Süd-Chemie zurück zu führen. Das organische Umsatzwachstum dagegen stagnierte, wobei um 2 % höhere Verkaufspreise niedrigere Volumen vollumfänglich kompensierten.

Die Umsatzentwicklung war 2012 in allen Regionen und Geschäftseinheiten heterogen. Außer Europa verzeichneten alle Regionen ein zweistelliges Wachstum. Der Umsatz in Europa ging um 2 % zurück, während die Region Asien/Pazifik weiterhin eine solide Wachstumsdynamik aufwies. Die ausgesprochen schwache Entwicklung in Südeuropa übertrug sich in der zweiten Jahreshälfte auf den gesamten Kontinent.

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Da Clariant jedoch rund zwei Drittel ihres Umsatzes außerhalb von Europa erzielt, konnte der Konzern die Auswirkungen der Krise in Europa durch das Wachstum in anderen Regionen ausgleichen. Im vierten Quartal wurde keine weitere Verschlechterung des Geschäftsumfelds gegenüber dem dritten Quartal festgestellt. 

Clariant-Geschäftseinheiten im Vergleich

In einem insgesamt schwierigen Marktumfeld zeigten besonders die Geschäftseinheiten Catalysis & Energy und Oil & Mining Services eine solide Entwicklung. Im Jahresvergleich erzielten beide ein zweistelliges Wachstum.

Auch die Geschäftseinheiten Industrial & Consumer Specialties und Functional Materials konnten sich dank ihrer geringen Abhängigkeit vom Konjunkturverlauf gut behaupten. Während sich Masterbatches trotz der schwachen Entwicklung in Europa solide entwickelte, litten die Geschäftseinheiten Pigments und Additives unter dem starken Abschwung in einigen Endmärkten – hauptsächlich in den Bereichen Coatings, Druck und Elektronik und vorwiegend in Europa.

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