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Chemieparkmanagement und Instandhaltung

Chemieparkbetreiber punkten als Instandhaltungsdienstleister

| Autor / Redakteur: Tilo Rosenberger-Süß / Wolfgang Ernhofer

Im oberbayrischen Industriepark Werk Gendorf kümmert sich der Dienstleister Infraserv um die Standortunternehmen. Instandhaltung spielt dabei eine große Rolle.
Im oberbayrischen Industriepark Werk Gendorf kümmert sich der Dienstleister Infraserv um die Standortunternehmen. Instandhaltung spielt dabei eine große Rolle. (Bilder: Infraserv Gendorf)

Aus der Not geboren haben sich Chemieparkkonzepte überall in Deutschland verbreitet. Mittlerweile wissen Produzenten, welche Vorteile ihnen die Verbundstruktur bietet. Dabei positionieren sich Chemieparkbetreiber als Komplettanbieter und haben Erfahrung mit Instandhaltung und Engineering, wovon ansässige Unternehmen profitieren.

Das internationale Wettbewerbsumfeld in der Chemieindustrie wird rauer. Neue Konkurrenz aus Fernost, sinkende Energiepreise in den USA bei gleichzeitig steigenden Energiekosten in Deutschland zwingen Unternehmen, ihre Effizienz weiter zu steigern. Die Kooperation mit anderen Unternehmen kann die richtige Antwort auf diese Herausforderungen sein.

Genau diese Idee liegt den Chemieparks zugrunde. Sie haben zu einer erheblichen Professionalisierung der Chemiebranche geführt und sind heute ein wesentlicher Erfolgsfaktor im internationalen Wettbewerb. Von Einzeldienstleistungen bis zum Rundum-Sorglos-Paket reicht heute das Spektrum, das Unternehmen in Chemieparks abrufen können.

Chemiekombinate der DDR und Aufspaltung großer Chemie- und Mischkonzerne

Das Konzept des Chemieparks entstand in Deutschland in einer Zeit umwälzender Umbrüche: Die Privatisierung der riesigen Chemiekombinate in der ehemaligen DDR fiel zusammen mit der Aufspaltung großer Chemie- und Mischkonzerne in den alten Bundesländern, aus denen kleinere, spezialisierte Unternehmen hervorgingen.

Das Ergebnis war in beiden Fällen, dass Chemiestandorte jetzt nicht mehr komplett zu einem großen Konzern gehörten, sondern dass auf einem Industriegelände viele Unternehmen unmittelbar nebeneinander existieren und gemeinsam die Infrastruktur nutzen, beispielsweise Verkehrswege, Kanalnetze, Kraftwerke und Anlagen zur Ver- und Entsorgung.

Aus der Not wurde eine Tugend, denn schon bald zahlte sich die Kooperation der Unternehmen an einem gemeinsamen Standort aus und das Chemieparkmodell verbreitete sich weiter. Heute gibt es in Deutschland über 60 solcher Chemieparks mit insgesamt rund 250 000 Beschäftigten.

Willkommen in der Nachbarschaft – Dialogmanagement im Chemiepark

Chemieparkmanagement

Willkommen in der Nachbarschaft – Dialogmanagement im Chemiepark

21.02.14 - Anwohner begegnen neuen Industrieprojekten meistens skeptisch. Beispiele aus dem Chemiepark Knapsack zeigen, wie mit der richtigen Dialogstrategie alle Beteiligten für weitere Anlagen vor der eigenen Haustüre überzeugt werden können. Das Genehmigungsmanagement des Betreibers leistet dabei einen Löwenanteil. lesen

Kosten teilen und Ressourcen im Verbund nutzen

Allen Chemieparks gemeinsam ist das Ziel, Synergien zu heben und damit Kostenvorteile zu realisieren: Erstens teilen die Unternehmen die teure Infrastruktur. Zweitens schaffen sie ein effizientes Verbundnetz, indem das Nebenprodukt eines Betriebs vom nächsten als Rohstoff genutzt werden kann. Und drittens werden zentrale Dienstleistungen wie Logistikservices, Werkssicherheit oder die Ver- und Entsorgung zentral für alle zur Verfügung gestellt.

Ergänzendes zum Thema
 
Der Industriepark Werk Gendorf

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