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Erholungskurs Chemiebranche zeigt sich im dritten Quartal robust

Redakteur: MA Alexander Stark

Nach coronabedingten Rückschlägen im ersten Halbjahr hat sich das Geschäft der chemisch-pharmazeutischen Industrie im dritten Quartal 2020 wieder erholt, berichtet der VCI.

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Wider aller Ewartungen konnte die Chemiebranche den Auswirkungen der Corona-Pandemie trotzen.
Wider aller Ewartungen konnte die Chemiebranche den Auswirkungen der Corona-Pandemie trotzen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Frankfurt am Main – Wie der VCI mitteilt, stieg die Produktion in Deutschlands drittgrößter Industriebranche im Vergleich zum Vorquartal. Die reinen Chemiesparten ohne Pharma verzeichneten einen besonders kräftigen Zuwachs. Branchenumsatz und Erzeugerpreise entwickelten sich auch positiv. Alle Kennzahlen lagen aber deutlich unter Vorjahr. Die weltweite Wirtschaftskrise ist außerdem noch lange nicht überwunden. Mittlerweile hat sich die zweite große Infektionswelle aufgebaut. Viele europäische Länder und Deutschland haben die Maßnahmen zum Gesundheitsschutz massiv verstärkt. Die Geschäftsaussichten der Chemieunternehmen haben sich daher zuletzt wieder eingetrübt.

VCI-Präsident Christian Kullmann sagt zur Lage der Branche, dass der Chemie nach der aktuellen Erholung ein schwieriges Schlussquartal bevorstehe. Auch wenn der Auftrieb in der Industrie stark war, drohe durch Corona ein neuer Dämpfer, so Kullmann. Wirtschaft und Gesellschaft seien gefordert, durch wirksame Maßnahmen und richtiges Verhalten das Infektionsrisiko einzudämmen. Die Bundesregierung müsse verhindern, dass es zu dauerhaften wirtschaftlichen Schäden komme. Der VCI geht für 2020 weiterhin von einem Produktionsrückgang in der chemisch-pharmazeutischen Industrie von 3,0 % aus. Bei rückläufigen Preisen (– 2,0  %) sinkt der Branchenumsatz um 6,0 % auf 186,4 Milliarden Euro.

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Im Vergleich zum Vorquartal stieg die Chemieproduktion inklusive Pharma von Juli bis September 2020 um 1,9 %. Das reine Chemiegeschäft legte sogar um 4,9 % zu, da die Nachfrage aus der Industrie anzog. Die Kapazitätsauslastung der Anlagen stieg von 77,5 auf 81,6 %.

Chemische Erzeugnisse waren im dritten Quartal 0,5 % teurer als im Vorquartal, aber 2,6 % günstiger als im Vorjahr. Niedrige Ölpreise und die insgesamt schwache Nachfrage verhinderten stärkere Preisanstiege.

Von Juli bis September 2020 legte der Branchenumsatz gegenüber dem Vorquartal um 2,8 % auf 43,8  Milliarden Euro zu. Wachstumsimpulse kamen aus dem Inlandsgeschäft, das um 3,5 % stieg. Die Verkäufe an Kunden im Ausland wuchsen um 2,5 %. Insbesondere das für die Branche wichtige Europageschäft entwickelte sich positiv.

Die Zahl der Arbeitsplätze in der chemisch-pharmazeutischen Industrie ist im dritten Quartal trotz der Corona-Pandemie noch stabil geblieben. Die Unternehmen beschäftigten zuletzt knapp 464.000 Mitarbeiter und sicherten die Arbeitsplätze, wo es nötig war, unter anderem mit Kurzarbeit.

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