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Explosionsschutz an Elevatoren Brand- und Explosionsschutz an Elevatoren

| Autor / Redakteur: Roland Bunse / Dipl.-Medienwirt (FH) Matthias Back

Explosionen an Elevatoren führen fast immer zu Betriebsstillständen. Die VDI-Richtlinie 2263-8.1 soll helfen, dieses Betriebsrisiko zu minimieren. Die Richtlinie befasst sich mit Geräten und Anlagen, die Besonderheiten in der Verfahrenstechnik aufweisen und die zu speziellen Schutzsystemen, sowohl für den Brand- als auch den Explosionsschutz führen.

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Darstellung der Sicherheitseinrichtungen am Elevatorfuß.
Darstellung der Sicherheitseinrichtungen am Elevatorfuß.
(Bild: Rembe)

Die Aufzeichnungen zu Schadensereignissen der Vergangenheit zeigen [1], dass viele Explosionen, die beim Betrieb von oder in Verbindung mit Elevatoren stattgefunden haben, zu besonders hohen Sachwertverlusten und Betriebsunterbrechungen geführt haben.

Diese Schadensfälle haben sich in der Vergangenheit häufiger ereignet. Daher sah man seitens des VDI massiven Handlungsbedarf um Brand- und Explosionsschutzkonzepte für Elevatoren zu erarbeiten. Die VDI-Richtlinienreihe 2263 befasst sich mit Geräten und Anlagen, die Besonderheiten in der Verfahrenstechnik aufweisen, die zu speziellen Schutzsystemen, sowohl für den Brand- als auch den Explosionsschutz führen. Beispielhaft sind hier Entstaubungsanlagen (Blatt 6 und 6.1), Wirbelschichttrockner (Blatt 7 und 7.1) und neuerdings Elevatoren (Blatt 8 und 8.1) [2] zu nennen. Entscheidend für das spätere, richtige und vor allem passende Lösungskonzept ist die systematische Vorgehensweise bei der Risikobeurteilung.

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VDI-Richtlinie 2263 Blatt 8

Die VDI Richtlinie 2263 Blatt 8 – Brand- und Explosionsschutz an Elevatoren – gibt Hinweise, wie zunächst die Brandlasten, also die stofflichen Eigenschaften des Fördergutes und der Einbauten, zu betrachten sind. Entsprechend der Feinstaubanteile im Fördergut ist auch explosionsfähige Atmosphäre im Innern des Elevators zu erwarten. Die Bewertung hinsichtlich des Auftretens explosionsfähiger Atmosphäre erfolgt dann nach dem bekannten Zonenkonzept gemäß der EN 1127-1 [3].

Spezifisch für Elevatoren ist in diesem Zusammenhang der Umstand, dass die größte Explosionsgefahr im Leerlauf des Gerätes zu erwarten ist. Messungen der FSA (Forschungsanstalt für angewandte System- sicherheit und Arbeitsmedizin) belegen dies anschaulich. Hervorgerufen werden die gefahrdrohenden Konzentrationen vorrangig durch Anhaftungen an der Gehäusewandung und geringfügige Ablagerungen. Dieser Aspekt muss bei der Beurteilung von Altanlagen oder Anlagen für den Dauerbetrieb immer berücksichtigt werden.

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