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Ressourcensparende Produktion Biofolie aus Gelatine und Agar-Agar

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Das Unternehmen Gelinova will mit einer neuen Verarbeitungstechnik Biofolie aus Gelatine und Agar-Agar energie- und ressourcenschonend herstellen. Dabei werden Blattgelatine wie auch Rollenware produziert. Während die Blattgelatine in der Lebensmittelproduktion verwendet wird, wird die Rollenware für Verpackungen genutzt. Für die Umsetzung des Vorhabens erhält das Heidelberger Unternehmen rund 2,3 Millionen Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm.

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Gelinova will biobasierte Folie aus Gelatine und Agar-Agar produzieren, die dann für Verpackungen genutzt werden kann.
Gelinova will biobasierte Folie aus Gelatine und Agar-Agar produzieren, die dann für Verpackungen genutzt werden kann.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Heidelberg – Die Innovation des Vorhabens besteht in der erstmaligen Anwendung eines energie- und wassersparenden Verfahrens zum Auflösen der eingesetzten Rohstoffe (u.a. Gelatine, Agar-Agar). Der Prozess des Auflösens des Rohstoffpulvers in Wasser wird durch eine optimierte Dosierung so gesteuert, dass Wasser- und Abwassermenge im Vergleich zum Stand der Technik um rund 70 bis 80 % pro Jahr reduziert werden können. Im anschließenden Trocknungsprozess muss der Gelatine dann weniger Wasser entzogen werden. Dies reduziert den Energiebedarf deutlich.

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Die während der Trocknung abgesaugte Warmluft wird darüber hinaus in diesem Verfahren aufgefangen und zurück in den Trockenkreislauf eingespeist. Mit dem Vorhaben können daher zusätzlich jährlich rund 93.000 Kilowattstunden Energie sowie 62 t Gas eingespart werden. Daraus ergibt sich eine CO2-Minderung von 746 t pro Jahr.

„Oft wird Klimaschutz nur mit der Wärmedämmung an Häusern oder dem Abschalten von Kohlekraftwerken in Verbindung gebracht. Doch wichtige Einsparpotenziale liegen gerade auch in den klein- und mittelständischen Unternehmen, die wie hier die Gelinova, mit gutem Beispiel in ihren Branchen vorangehen. Die Förderprogramme des Bundesumweltministeriums unterstützen auch Unternehmen dabei, Ihre Produktion auf einen klimafreundlichen Zukunftskurs zu bringen“, sagt die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter. Mit dem Umweltinnovationsprogramm wird die erstmalige, großtechnische Anwendung einer innovativen Technologie gefördert. Das Vorhaben muss über den Stand der Technik hinausgehen und sollte Demonstrationscharakter haben.

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