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Gewinnwarnung

BASF senkt Ausblick für 2019 – Ebit-Rückgang von bis zu 30 % erwartet

| Redakteur: Alexander Stark

Die deutlich schwächer als erwartete Industrieproduktion wirkt sich negativ auf Mengen- und Margenentwicklung von BASF aus.
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Die deutlich schwächer als erwartete Industrieproduktion wirkt sich negativ auf Mengen- und Margenentwicklung von BASF aus. (Bild: BASF)

Die deutlich schwächer als erwartete globale Industrieproduktion belastete die Mengen- und Margenentwicklung von BASF. Mit aktuell prognostizierten rund 1,5 % wuchs die Industrieproduktion im 1. Halbjahr 2019 erheblich langsamer als erwartet.

Ludwigshafen – BASF hat seine Gewinnerwartungen deutlich nach unten korrigiert. Die vorläufigen Zahlen des zweiten Quartals 2019 liegen deutlich unter den aktuellen Analystenschätzungen sowie den Erwartungen von des Unternehmens zu Jahresanfang. Der Umsatz sank im zweiten Quartal 2019 um 4 % auf 15,2 Milliarden Euro (2. Quartal 2018: 15,8 Milliarden Euro). Das Ebit vor Sondereinflüssen betrug im zweiten Quartal 2019 voraussichtlich 1,0 Milliarden Euro und lag damit 47 % unter dem Wert des Vorjahresquartals (2. Quartal 2018: 2,0 Milliarden Euro). Der Rückgang des Ebit vor Sondereinflüssen resultiert vor allem aus den im Vergleich zum Vorjahresquartal signifikant gesunkenen Ergebnissen der Segmente Materials, Chemicals und Agricultural Solutions.

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Im zweiten Quartal 2019 führten erheblich niedrigere Isocyanatpreise im Segment Materials zu einem signifikanten Rückgang des Ebit vor Sondereinflüssen gegenüber dem Vorjahresquartal. Im Segment Chemicals wurde dieser vor allem verursacht durch die turnusmäßigen Wartungsabstellungen der Steamcracker in Port Arthur/Texas und Antwerpen/Belgien; daneben waren die Margen von Crackerprodukten, insbesondere in Nordamerika, deutlich niedriger als vom Ludwigshafener Konzern prognostiziert. Das Ebit vor Sondereinflüssen des Segments Agricultural Solutions wurde belastet durch die schwache Entwicklung des Agrarsektors in Nordamerika infolge unvorhersehbar schwieriger Witterungsbedingungen und des Handelskonflikts zwischen den USA und China. Das Ebit vor Sondereinflüssen der übrigen Segmente lag in diesem weltwirtschaftlichen Umfeld deutlich (Industrial Solutions) beziehungsweise leicht (Surface Technologies; Nutrition & Care) über den Werten des zweite Quartals 2018. Das Ebit vor Sondereinflüssen von Sonstige sank deutlich gegenüber dem Wert des Vorjahresquartals.

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Das Ebit der Gruppe im zweiten Quartal 2019 lag mit voraussichtlich 0,5 Milliarden Euro um 71 % unter dem Wert des Vorjahresquartals (2. Quartal 2018: 1,9 Milliarden Euro). Dies resultiert – neben dem Rückgang des EBIT vor Sondereinflüssen – im Wesentlichen aus Einmalkosten für das Exzellenzprogramm sowie der außerplanmäßigen Abschreibung einer erdgasbasierten Investition an der US-Golfküste, die das Unternehmen nicht weiterverfolgt.

Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter stieg voraussichtlich auf 6,5 Milliarden Euro (2. Quartal 2018: 1,5 Milliarden Euro). Grund hierfür ist der Buchgewinn aus der Entkonsolidierung von Wintershall nach dem Zusammenschluss von Wintershall und DEA am 1. Mai 2019. Dieser wird im Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführtem Geschäft ausgewiesen.

Ausblick für Gesamtjahr 2019 gesenkt

Aufgrund des deutlich schwächer als erwarteten Geschäftsverlaufs im zweiten Quartal 2019 sowie einer Verlangsamung des weltwirtschaftlichen Wachstums und der Industrieproduktion, vor allem infolge der Handelskonflikte, geht BASF nunmehr von einem deutlichen Rückgang des Ebit vor Sondereinflüssen von bis zu 30 % unter Vorjahresniveau aus (bisheriger Ausblick: leichter Anstieg des Ebit vor Sondereinflüssen von 1–10 %). Der Konzern erwartet einen leichten Rückgang des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr (bisheriger Ausblick: leichtes Umsatzwachstum von 1–5 %). Für den Return on Capital Employed (ROCE) rechnet BASF im Gesamtjahr 2019 mit einem deutlichen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr.

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