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Butandiol aus nachwachsenden Rohstoffen

BASF plant Großproduktion von 1,4-Butandiol aus Zucker

| Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Christophe Schilling, Chief Executive Officer von Genomatica: „Unsere Vereinbarung unterstreicht das Engagement von Genomatica, innovative Prozesstechnologien für die globale chemische Industrie anzubieten.“
Christophe Schilling, Chief Executive Officer von Genomatica: „Unsere Vereinbarung unterstreicht das Engagement von Genomatica, innovative Prozesstechnologien für die globale chemische Industrie anzubieten.“ (Bild: Genomatica)

Die BASF und Genomatica haben eine Lizenzvereinbarung geschlossen, nach welcher die BASF 1,4-Butandiol aus nachwachsenden Rohstoffen mit dem patentierten Genomatica-Produktionsprozess herstellen wird. Der einstufige Fermentationsprozess basiert auf Zucker als nachwachsendem Rohstoff.

Ludwigshafen, San Diego/Kalifornien – Die Lizenzvereinbarung erlaubt der BASF den Bau einer World-Scale-Produktionsanlage für 1,4-Butandiol (BDO) aus nachwachsenden Rohstoffen nach dem Genomatica-Verfahren. Außerdem wird Genomatica ihr patentiertes zuckerbasiertes Produktionsverfahren weiterentwickeln, während BASF BDO aus nachwachsenden Rohstoffen herstellt. Muster- und Versuchsmengen für Kunden sollen in der zweiten Hälfte des Jahres 2013 zur Verfügung stehen.

„Wir haben uns für das Genomatica-Verfahren entschieden, weil es aus unserer Sicht außerordentlich weit entwickelt und zuverlässig ist“, sagt Sanjeev Gandhi, President, Leiter des BASF Unternehmensbereichs Intermediates, und ergänzt: „Im Einklang mit unserer ,We create chemistry‘-Strategie wollen wir mit BDO aus nachwachsenden Rohstoffen unseren Kunden aus der Kunststoff-, Textil- und Automobilindustrie einen Mehrwert bieten.“

„Wir freuen uns mit der BASF zusammenzuarbeiten, die als global führender BDO-Hersteller über ein weltumspannendes Produktions- und Vertriebsnetz sowie über langjährige Erfahrung im Markt verfügt“, sagte Christophe Schilling, Chief Executive Officer von Genomatica, und weiter: „Unsere Vereinbarung unterstreicht das Engagement von Genomatica, innovative Prozesstechnologien für die globale chemische Industrie anzubieten.“

BDO und seine Folgeprodukte dienen zur Herstellung von Kunststoffen, Lösemitteln, Elektronik-Chemikalien und elastischen Fasern. Die Ausgangsstoffe für die Herstellung von herkömmlichem BDO sind Erdgas, Butan, Butadien und Propylen. BASF produziert derzeit BDO und BDO-Äquivalente an den Standorten in Ludwigshafen/Deutschland, Geismar/Louisiana, Chiba/Japan, Kuantan/Malaysia und Caojing/China, mit einer jährlichen Kapazität von 535 000 Tonnen. BASF hat vor kurzem angekündigt, einen BDO-Komplex in China mit einer Kapazität von 100 000 Jahrestonnen bauen zu wollen.

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