Dynamischer Auftragseingang Auslandsaufträge beflügeln deutschen Maschinen- und Anlagenbau im Februar

Redakteur: MA Alexander Stark

Im Februar 2021 konnte der deutsche Maschinen- und Anlagenbau zum ersten Mal seit Oktober 2018 im Auftragseingang eine zweistellige Wachstumsrate erzielen: die Bestellungen legten um real 12 % zum Vorjahr zu. Damit konnte der Rückschlag des Januars komplett ausgeglichen werden.

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Im Februar konnte der Maschinen- und Anlagenbau zum ersten Mal seit Oktober 2018 im Auftragseingang eine zweistellige Wachstumsrate erzielen.
Im Februar konnte der Maschinen- und Anlagenbau zum ersten Mal seit Oktober 2018 im Auftragseingang eine zweistellige Wachstumsrate erzielen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Frankfurt – Die Auftragseingänge aus dem Ausland haben dem deutschen Maschinen- und Anlagenbau im Februar mit einem Plus von 17 % wichtige Impulse verliehen. Die Nachfrage aus den Euro-Partnerländern expandierte mit einem Zuwachs von 12 % kräftig. Noch dynamischer entwickelte sich aber der Bestelleingang aus den Nicht-Euro-Ländern. „Ein Bestellplus von 20 % zum Vorjahr belegt unsere Vermutung, dass sich zusätzlich zu einigen asiatischen Ländern weitere Absatzregionen außerhalb Europas inzwischen auf kräftigem Wachstumskurs befinden“, sagte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. Die Inlandsorders übertrafen im Februar ihr Vorjahresniveau dagegen lediglich um zwei Prozent. Die Inlandnachfrage habe sich gefangen, aber der Erholungsprozess lasse noch zu wünschen übrig. Für eine eigenständige Dynamik würde es mehr als Nachholeffekte benötigen, erläuterte Wiechers.

Im weniger schwankungsanfälligen Drei-Monats-Zeitraum Dezember 2020 bis Februar 2021 legten die Bestellungen leicht um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Aus dem Inland kamen fünf Prozent weniger Orders, dafür legten die Auslandsaufträge um sechs Prozent zu. Aus den Euro-Ländern wurde eine Steigerung von vier Prozent verbucht, aus den Nicht-Euro-Ländern kamen sechs Prozent mehr Bestellungen.

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