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Ausbildungsstart Chemie- und Pharmaindustrie Ausbildung auf hohem Niveau – dem Fachkräftemangel selbst Paroli bieten

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Im September ist Ausbildungsstart an vielen Chemie- und Pharmastandorten. Tausende junger Menschen haben sich für eine Karriere in der drittgrößten Branche Deutschlands entschieden. Auffällig: Der vielbeschworene Fachkräftemangel bezieht sich eher auf den akademischen Nachwuchs, denn an lernwilligen Azubis mangelt es den Unternehmen nicht. PROCESS hat zusammengefasst, welche Unternehmen wo, wie viele Jugendliche in welchen Berufen ausbilden.

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Die Chemie- und Pharmaindustrie bildet kräftig aus. In vielen verschiedenen Berufen – u.a. Lack-, Biologie- und Chemielaboranten, Chemikanten etc. – erlernen die Jugendlichen die Grundlagen für eine spätere berufliche Laufbahn in Deutschlands drittgrößter Branche.
Die Chemie- und Pharmaindustrie bildet kräftig aus. In vielen verschiedenen Berufen – u.a. Lack-, Biologie- und Chemielaboranten, Chemikanten etc. – erlernen die Jugendlichen die Grundlagen für eine spätere berufliche Laufbahn in Deutschlands drittgrößter Branche.
(Bild: Lanxess)

Würzburg – Ausbildung ist Zukunftssicherung. Besonders die großen Chemie- und Pharmaunternehmen setzen auf eigene Ausbildungsprogramme und bilden jährlich Tausende Fachkräfte aus. Besonders bei Platzhirschen der Branche, wie bei BASF und Bayer, starten viele Hundert Schulabgänger ins Berufsleben.

924 neue Auszubildende bei Bayer

Nach den Sommerferien starten an den deutschen Standorten von Bayer wieder 924 (Vorjahr 888) Schulabgänger in das Berufsleben. 153 davon beginnen ihre Ausbildung im Teilkonzern Material Science, der zum 1. September 2015 unter dem Namen Covestro rechtlich eigenständig werden soll. Wie groß das Interesse von Schülerinnen und Schülern an einer Berufsausbildung bei Bayer ist, zeigt die Anzahl der Bewerbungen für die angebotenen Ausbildungsplätze. Sie ist in diesem Jahr erneut auf mehr als 17.700 (Vorjahr 17.200) gestiegen.

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Das Unternehmen startet in diesem Ausbildungsjahr ein Pilotprojekt zur Förderung von Jugendlichen mit Behinderung. Ziel der Initiative ist es, Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung an eine Ausbildung in einem technischen Beruf heranzuführen. Denn anders als bei einer Ausbildung etwa im kaufmännischen Bereich sind sich Jugendliche mit Behinderung häufig unsicher, ob sie den Anforderungen an die Arbeit in einem Produktionsbetrieb gewachsen sind. Bayer nimmt daher in diesem Jahr zunächst vier Jugendliche mit unterschiedlichen Behinderungen in das Starthilfe-Programm auf, damit sie sich unter realistischen Bedingungen mit dem Beruf des Chemikanten vertraut machen können.

Das Starthilfe-Programm von Bayer bereitet benachteiligte Jugendliche bereits seit mehr als 25 Jahren intensiv auf eine spätere naturwissenschaftlich-technische Ausbildung vor. Über 80 % der Teilnehmer begannen anschließend eine reguläre Berufsausbildung. In diesem Jahr hat das Unternehmen an verschiedenen Standorten in Nordrhein-Westfalen insgesamt 142 Schulabgänger mit persönlichen und schulischen Defiziten in die Berufsvorbereitung aufgenommen. In der Ausbildungsinitiative Rheinland (AIR), über die Bayer in Zusammenarbeit mit kleineren Firmen und lokalen Handwerksbetrieben seine überbedarfliche Ausbildung koordiniert, starten diesmal 71 Jugendliche in das Berufsleben.

Über 900 Jugendliche starten bei BASF ins Berufsleben

890 Auszubildende hatten ihren ersten Arbeitstag bei BASF. Von ihnen starten 660 direkt bei BASF am Standort Ludwigshafen ins Berufsleben. Weitere 230 erlernen ihren zukünftigen Beruf bei anderen BASF-Gruppengesellschaften in Deutschland. Außerdem bereiten sich mehr als 250 junge Menschen in den Startprogrammen des BASF Ausbildungsverbunds ein Jahr lang auf eine anschließende Ausbildung in einem Partnerbetrieb der BASF vor.

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