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Modulare Anlagen in der Wasserwirtschaft

Auch die Wasserwirtschaft 4.0 „schreit“ nach Modulen

| Autor / Redakteur: Hans-Jürgen Bittermann / Dr. Jörg Kempf

Hohe Klärleistung, Robustheit und einfache Bedienung zeichnen die Bio-Booster-Kläranlagen aus. Im Bild die Anlage bei Arla Foods in Vimmerby/Schweden.
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Hohe Klärleistung, Robustheit und einfache Bedienung zeichnen die Bio-Booster-Kläranlagen aus. Im Bild die Anlage bei Arla Foods in Vimmerby/Schweden. (Bild: Grundfos)

Der in der Headline formulierte Schrei ist einem Interview zum Thema Industrie 4.0 mit Namur-Vorstand Dr. Thomas Tauchnitz (Sanofi Aventis) entliehen – er ist einfach zu schön, um nicht wiederholt zu werden. Gilt dieser Schrei auch mit Blick auf die Wasserwirtschaft 4.0 – sind auch hier modulare Anlagen gefragt? Sie sind es, wie Beispiele zeigen.

Ein Whitepaper zum Thema „Modular Plants“ der Dechema (konkret: des gleichnamigen temporären ProcessNet-Arbeitskreises) ist moderat im Ton, aber ebenso eindeutig: Modulare Anlagen sind demnach ein weltweiter Trend, um die Entwicklungs- und Produktzyklen in der chemischen und pharmazeutischen Industrie zu verkürzen. Denn modular aufgebaute Anlagen bieten die Chance, Prozesse flexibel und anpassbar zu gestalten. Daneben sind vor allem eine mögliche Wiederverwendung der Einzelteile sowie eine wesentlich verkürzte Anlagenplanung durch reduziertes Engineering die Hauptvorteile einer solchen Herangehensweise.

Copy & Paste für erprobte Lösungen

Einer der Frontrunner im modularen Anlagenbau für die Wasserwirtschaft ist Envirochemie – dahinter steht die Überzeugung, dass modulare, dezentrale Baukastenlösungen gegenüber der klassischen, zentralen Anlagenlösung in gemischter Bauweise bei den Kosten, der Flexibilität und der Realisierungsgeschwindigkeit klare Vorteile bieten. Je nach Kundenanforderung werden die wasser- und abwassertechnischen Aufgabenstellungen mit den firmeneigenen Verfahren gelöst (biologisch, chemisch-physikalisch oder membrantechnisch).

Die Arbeitsweisen wurden konstruktiv so modifiziert, dass sie in vorgefertigte, hochwertige Raummodule eingepasst und vielfältig kombiniert werden können. Ein Envimodul-Baustein ersetzt Betriebsgebäude aus Stahl und Beton, ist semi-mobil, an unterschiedliche klimatische Verhältnisse anpassbar, haltbar und optisch ansprechend.

Unter anderem sind auch Anlagen zur Druckentspannungsflotation und Elektroflotation in Envimodul-Ausführungen verfügbar: Dabei sind alle Anlagenkomponenten in standardisierten Modulen untergebracht, die bereits im Werk mit Sicherheitstechnik und optional mit Klimatisierung ausgestattet werden können. Das spart Zeit bei der Installation vor Ort. Weitere Vorteile: Der Betreiber kann auf den Bau eines neuen Gebäudes verzichten (auch auf die dazu erforderlichen behördlichen Genehmigungen!). Darüber hinaus kann die Anlage jederzeit um weitere Module ausgebaut werden, sollten sich die Anforderungen ändern.

Flomar-Druckentspannungsflotationen eignen sich insbesondere für die Behandlung von organisch belasteten Abwässern aus der Lebensmittel- und Fleischindustrie. E-Flo-Dr-Baer-Elektroflotationen entfernen ölige Substanzen, eignen sich auch zur Behandlung von partikel- und faserhaltigen Abwässern.

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