Modulare Anlagen in der Wasserwirtschaft

Auch die Wasserwirtschaft 4.0 „schreit“ nach Modulen

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Die wichtigsten Aspekte, die für Betreiber wie für Anlagenbauer von Vorteil sind:

  • Module sind exakt definierte Einheiten mit gut überschaubarer Funktionalität.
  • Module werden mit ihrer spezifischen Applikationssoftware ausgestattet; dies bedeutet eine Reduzierung der jeweiligen Software-Komplexität.
  • Module sind bezüglich ihrer (überschaubaren) Funktionalität einfach zu ändern bzw. zu erweitern.
  • Module können in Kleinserien hergestellt und vor Auslieferung komplett getestet werden.
  • Kundenspezifische Gesamtsysteme werden aus verschiedenen baugleichen Modulen zusammengestellt (Numbering-Up).

In herkömmlicher Ausführung besteht beispielsweise eine Filteranlage aus Ventilen, Pumpen, Behältern, Filtermodulen, Sensoren und Rohren. Derartige Anlagen können auf einfache Weise modularisiert werden: Der verfahrenstechnische Prozess wird in Teilprozesse zerlegt und für jeden Teilprozess wird ein Modul definiert, das alle mechanischen und automatisierungstechnischen Komponenten enthält, die für einen autarken Betrieb erforderlich sind.

Gleichermaßen wird die Automatisierung modularisiert: die Schaltschrank-Komponenten und die zentrale Intelligenz (die verfahrenstechnische Applikations-Software) werden so aufgeteilt, dass die Module mit jeweils eigenen Controllern, Remote-IO-Komponenten und Pneumatik-Ansteuerungen ausgestattet sind. Mit derartigen Modulen lassen sich kundenspezifische Anlagen in beliebigen Ausprägungen aufbauen, nämlich durch Hinzufügen von bau- und funktionsidentischen Modulen: Numbering-up statt Scale-up.

Mit Waterworx bietet Phoenix Contact eine branchenspezifische Bibliothek für die Prozessautomation in der Trinkwasseraufbereitung und Abwasserreinigung. Diese Prozessbibliothek für die Wasserwirtschaft ermöglicht dem Planer wie Betreiber anhand von vorprogrammierten Funktionsbausteinen ein effizientes Anlagen-Engineering.

Die Bibliothek besteht aus Basisfunktion für einfachste Anwendungen über komplexe Antriebs-, Ventil- und Messbausteine bis hin zu Bausteinen für die Anbindung an ein Scada-System. Verschiedenste Technologien wie Profibus, Profinet und Modbus ermöglichen es dem Anwender, vorhandene sowie neue Feldgeräte in das Gesamtsystem einzubinden. Durch die enge Zusammenarbeit mit Herstellern branchentypischer Feldgeräte der Wasserwirtschaft erreicht der Anwender eine getestete und effiziente Integration der Feldgeräte. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Waterworx-Prozessbibliothek steigt die Anzahl der Anbindungsmöglichkeiten stetig, verspricht der Anbieter.

Fazit

Überall im Anlagenbau und Engineering ist die Bewegung in Richtung Modular Plants zu sehen. Im Mittelpunkt steht die Überlegung, eine erprobte Lösung zum Standard zu erheben und zu wiederholen – sozusagen ein Copy & Paste mit anschließendem Plug & Play. Das erleichtert auch die Dokumentation.

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